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Der Nagra Compact Player ist eine vollständige High-End-Digitalquelle, die fortschrittliches Streaming, einen integrierten DAC und Dual-Mono-Analogausgänge für verbesserte Kanaltrennung vereint.
Unterstützt hochauflösendes PCM bis zu 32 Bit/384 kHz und DSD256, mit sorgfältiger Taktarchitektur, Spannungsversorgung und PCB-Layout zur Minimierung von Jitter und Rauschen.
Gemessene Leistungsdaten umfassen einen extrem niedrigen –140 dB (A-bewerteten) Rauschpegel und eine Ausgangsimpedanz von 14 Ohm, wodurch ein direkter Anschluss an Verstärker oder aktive Lautsprecher möglich ist.
Positioniert zwischen der früheren reinen Netzwerkkomponente Nagra Source und den vollformatigen Referenzgeräten der Marke, markiert der Compact Player eher einen philosophischen Wandel als ein kostenreduziertes Derivat. Während der Source die Wandlung über N-Link oder S/PDIF als externe Aufgabe behandelte, integriert der Compact Player die gesamte digitale Kette intern und übernimmt dabei Designmerkmale, die traditionell Nagra’s höheren Klassen vorbehalten sind. Das Dual-Mono-Layout ist dabei nicht bloß ein Argument für bessere Kanaltrennung; es ermöglicht unabhängige Erdungskonzepte und Strompfade pro Kanal und reduziert so Intermodulationsartefakte, die in kompakten Digitaldesigns häufig räumliche Informationen verwischen. Dieser Ansatz entspricht Nagras langjähriger Präferenz für elektrische Symmetrie statt bloßer Funktionsvielfalt.
Aus technischer Sicht deutet die Betonung von Taktstabilität und Leiterplatten-Topologie darauf hin, dass Jitter ganzheitlich adressiert wird und nicht allein durch aggressives Reclocking. Kurze Signalwege, lokal geregelte Versorgungsstufen und eine strikte Trennung von digitalen und analogen Bereichen verweisen auf eine Wandlersektion, die auf zeitliche Kohärenz statt auf spektakuläre Messwerte abgestimmt ist. In Forendiskussionen wird diese Designphilosophie oft von stärker FPGA- und DSP-lastigen Streamern abgegrenzt; dabei wird angemerkt, dass Nagras Zurückhaltung eher Mikrodynamik und tonale Stabilität begünstigt als überzeichnete Detailauflösung. Der Compact Player steht klar in dieser Tradition und priorisiert Phasenintegrität und Linearität bei niedrigen Pegeln als Grundlage seines Klangs.
Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt der Berichterstattung ist, wie der Compact Player die Systemarchitektur neu definiert. Seine analoge Ausgangsstufe ist offensichtlich dafür ausgelegt, mehr Verantwortung zu übernehmen als ein typischer „Streamer-DAC“, und fördert vereinfachte Signalketten ohne die üblichen Einbußen bei Antrieb oder Kontrolle. Dies steht im Gegensatz zu Wettbewerbern, die von einem klassischen Vorverstärker im nachgelagerten Signalweg ausgehen. In diesem Sinne fungiert der Compact Player weniger als Komfortzentrale, sondern vielmehr als kompakte Steuerquelle und spiegelt Nagras übergeordnete Auffassung wider, dass weniger Schnittstellen – wenn sie richtig umgesetzt sind – oft zu überzeugenderen musikalischen Ergebnissen führen.
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