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Anker Japan hat am 18. Februar Soundcore C50i und den AeroFit 2 AI Assistant vorgestellt, zu Preisen von ¥12.990 bzw. ¥18.900.
Die Soundcore-App ergänzt KI-gestützte Echtzeit-Hör- und Dialogübersetzung mit Sprachausgabe und Transkriptionen, verfügbar für kompatible Modelle; einige Funktionen werden im Frühjahr 2026 kostenpflichtig.
Die Soundcore C50i Ear-Cuff-Earbuds wiegen etwa 5,5 g pro Ohr, nutzen 12-mm-Dynamiktreiber, Bluetooth 6.0, SBC/AAC/LDAC-Codecs sowie physische Bedientasten.
Was an dieser Markteinführung besonders auffällt, ist, wie Anker seine KI-Ebene stillschweigend über verschiedene Formfaktoren hinweg standardisiert, anstatt sie als einmaligen Gimmick zu positionieren. Die Übersetzungs- und Dialogwerkzeuge der Soundcore-App wirken auf Softwareebene geräteagnostisch, wobei die Hardware hauptsächlich den Interaktionsstil bestimmt – Tippen-und-Halten beim C50i gegenüber der Aktivierung per Sprachbefehl bei der AeroFit-Reihe. Aus technischer Sicht deutet dies auf cloudgestützte Verarbeitung statt umfangreicher On-Device-Inferenz hin, was erklärt, warum ältere Soundcore-Produkte per Firmware nachgerüstet werden können. Die bevorstehende teilweise Monetarisierung ab 2026 rahmt diese Earbuds zudem weniger als isolierte Produkte und mehr als Endpunkte eines breiteren Service-Ökosystems ein – eine Strategie, die bei Smart Assistants verbreiteter ist als bei klassischer Audiotechnik.
Auf der akustischen Seite setzt die Ear-Cuff-Topologie des C50i Ankers Experiment mit Open-Ear-Designs fort, die Stabilität und Basspräsenz ohne Verschluss des Gehörgangs priorisieren. Die Kombination eines relativ großen Dynamiktreibers mit einem ultraleichten Gehäuse wirft unweigerlich Fragen zur mechanischen Dämpfung und Transientenkontrolle auf, doch die Wahl physischer Tasten statt kapazitiver Flächen deutet auf eine pragmatische Abstimmungsphilosophie hin – die Minimierung versehentlicher Eingaben und mechanischer Resonanzen durch Gehäuseflex. Der Wechsel zu einem neueren Bluetooth-Stack positioniert den C50i zudem als zukunftsorientierte Plattform für niedrige Latenz und Multipoint-Nutzung, auch wenn reale Vorteile stärker von der Quellenkompatibilität als von den Spezifikationen abhängen werden.
Der AeroFit 2 AI Assistant hingegen wirkt wie eine interface-zentrierte Weiterentwicklung. Die Beibehaltung der länglichen Treibergeometrie begünstigt Mittenprojektion und Sprachverständlichkeit, was gut zu freihändiger Sprachinteraktion und der Wiedergabe von Übersetzungen passt. Der Zielkonflikt liegt im Energiemanagement: Dauerhaft lauschende Aktivierungswörter belasten zwangsläufig die Standby-Effizienz, wodurch die Nutzerkontrolle über Assistentenzustände zu einer entscheidenden, wenn auch wenig hervorgehobenen Funktion wird. Zusammengenommen illustrieren diese beiden Modelle Ankers Zwei-Gleis-Ansatz – einerseits die Verfeinerung von Open-Ear-Akustik mit minimaler Reibung, andererseits die tiefere Einbettung von Audio-Hardware in alltägliche sprachgesteuerte Workflows.
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