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Queen veröffentlichen am 27. März 2026 über EMI ein Super-Deluxe-Queen-II-Boxset mit 5 CDs und 2 LPs, das das Originalalbum von 1974 umfassend erweitert.
Das Hauptalbum erhält einen neuen Remix aus dem Jahr 2026 von Justin Shirley-Smith, Joshua J McRae und Kris Fredriksson, nach ihrem Queen-I-Remix von 2024.
Bonusinhalte umfassen Studio-Outtakes, Demos, BBC-Sessions und Livekonzerte, darunter eine Show im London Rainbow im März 1974 sowie Golders Green Hippodrome 1973.
Was diese Edition aus technischer Sicht interessant macht, ist der Umgang mit der berüchtigt dichten Multitrack-Architektur von Queen II im Remix-Zeitalter. Projektnahe Quellen beschreiben eine Fortsetzung der -Philosophie: weniger zeittypische Einschränkungen, dafür eine stärker forensische Trennung von Elementen, die zuvor durch Band-Reduktionen festgelegt waren. Das ist bei einem Album relevant, auf dem Gitarren orchestral geschichtet wurden und Gesänge oft heiß aufgezeichnet waren, um Präsenz zu bewahren. Der neue Mix priorisiert Berichten zufolge Transienten-Klarheit und Disziplin im unteren Mittenbereich, sodass Roger Taylors Toms und John Deacons Basslinien stabileren Raum einnehmen können, ohne die aggressiven harmonischen Verdichtungen des Albums abzumildern. Die Verteilung des Albums auf zwei LPs ist weniger eine Frage der Sammelbarkeit als der Rillengeometrie—breitere Schnitte und geringere Innenrillenbelastung sollten Titeln wie „The March Of The Black Queen“ zugutekommen, bei denen Phasendichte und Dynamiksprünge die Vinyl-Wiedergabe historisch herausforderten.
Es gibt zudem einen stillen, aber bedeutenden Archiv-Aspekt, den manche Quellen stärker betonen als andere: Die Einbeziehung kompletter Backing-Tracks verwandelt die Box faktisch in ein Dekonstruktions-Kit. Für Ingenieure und langjährige Hörer ist diese Disc wohl aufschlussreicher als das Sessions-Material, da sie offenlegt, wie viel von der wahrgenommenen Schwere von Queen II aus dem Arrangement und nicht aus schierer Verzerrung resultiert. Bereits werden Vergleiche zur Erweiterung von 2011 gezogen, die nur selektive Alternativversionen und einen frühen Remix bot; im Gegensatz dazu setzt dieses Set auf Dokumentation statt Kuratierung—even wenn das bedeutet, unvollkommenes oder fragmentarisches Material zu präsentieren. Nicht alle sind einverstanden—einige Kommentatoren bezweifeln, dass die Liveaufnahmen aus unterschiedlichen Spielstätten und Daten je völlig kohärent klingen werden—doch andere argumentieren, dass gerade die Rohheit den Reiz ausmacht, insbesondere angesichts der rasanten Entwicklung der Band im Zeitraum 1973–74.
Am meisten Debatte hat die Atmos-exklusive Veröffentlichungsstrategie ausgelöst. Aus Hi‑Fi-Sicht begrenzt das Fehlen eines physischen immersiven Formats die ernsthafte Systemintegration, signalisiert jedoch zugleich Vertrauen in den Mehrkanal-Mix selbst. Frühe Stimmen deuten auf eine zurückhaltende Umsetzung der Höhenkanäle hin, die vertikale Ambience und chorartige Vocal-Anhebungen bevorzugt statt Effektplatzierungen. Diese Zurückhaltung entspricht Brian Mays langjähriger Auffassung von Queen II als „layered rock“ und nicht als Prog-Theatralik. In diesem Sinne versucht das Boxset nicht, den Charakter des Albums zu modernisieren; es will den Hörern vielmehr endlich hörbar machen, wie ambitioniert—und wie technisch wagemutig—es bereits war.
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* Queen veröffentlichen am 27.

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