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Das Interesse an den eingestellten Apple iPod Classic und iPod Nano ist stark gestiegen; Google Trends und Axios berichten von erneuter Popularität, obwohl Apple die Produktion 2022 eingestellt hat.
Daten von eBay zeigen, dass die Suchanfragen nach dem iPod Classic von Januar bis Oktober 2025 um 25 % und nach dem iPod Nano um 20 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2024 zunahmen.
Der Informatikprofessor Cal Newport führt den Trend darauf zurück, dass iPods Einzweckgeräte sind und Nutzern helfen, Ablenkungen zu vermeiden, die Smartphones und soziale Medien mit sich bringen.
Über die Nostalgie hinaus zeigt die erneute Aufmerksamkeit für ältere iPods, wie bewusst eingeschränkte Hardware weiterhin mit modernen Hörgewohnheiten resonieren kann. Aus technischer Sicht stehen der iPod Classic und der iPod Nano für eine Ära, in der Apple deterministische Wiedergabe gegenüber Cloud‑Abhängigkeit priorisierte: fester lokaler Speicher, vorhersehbares Puffern und eine Signalkette ohne Einfluss von Hintergrund‑Apps. In Audiophilen‑Foren werden die in früheren iPod‑Generationen verwendeten Wolfson DACs weiterhin diskutiert; sie werden für ihre relativ neutrale Klangbalance und niedrige Ausgangsimpedanz geschätzt – Eigenschaften, die überraschend gut mit effizienten In‑Ear‑Monitoren harmonieren. Das physische Click Wheel, oft als altmodisch abgetan, ermöglicht eine treffsichere Blindnavigation, die Touchscreens beim mobilen Hören nur schwer erreichen.
Verschiedene Beobachter deuten das Comeback aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Kulturanalysten betonen eine Verhaltensmüdigkeit gegenüber algorithmusgetriebenem Konsum, während bildungsorientierte Berichterstattung, etwa in The New York Times, auf die pragmatische Wiederverwendung von iPods in Umgebungen hinweist, in denen Smartphones eingeschränkt sind. Diese Perspektiven laufen auf einen gemeinsamen Subtext hinaus: den Wert von Vorhersehbarkeit. Im Gegensatz zu Streaming‑Apps, die ständig Codecs, Lautheitsnormalisierung oder Empfehlungslogik aktualisieren, ist die Wiedergabepipeline eines iPods statisch. Für Hörer, die ALAC‑ oder AAC‑Dateien sorgfältig taggen und den Gain manuell normalisieren, ist diese Stabilität Teil der Attraktivität und stärkt das Gefühl von Autorschaft über die eigene Bibliothek.
Wichtig ist, dass diese Wiederbelebung keine Abkehr von Streaming‑Technologie signalisiert, sondern vielmehr eine Aufspaltung der Hörmodi. Entdeckung in hoher Frequenz und großem Umfang findet weiterhin in der Cloud statt, während iPods zunehmend als Geräte für bewusstes Abspielen positioniert werden – eher im Geist eines portablen Transports als eines smarten Gadgets. In diesem Sinne spiegelt der Trend breitere audiophile Praktiken wider: Entdeckung von kritischem Hören zu trennen und Reibung zu schätzen, wenn sie den Fokus schärft. Die alternde Hardware des iPod gewinnt so neue Relevanz – nicht trotz ihrer Einschränkungen, sondern gerade wegen ihnen.
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