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Lockwood Loudspeakers stellte mit der Universal (XP5) ein neues Standlautsprechermodell vor, das als „moderner Klassiker“ beschrieben wird und kompakte Abmessungen mit kompromisslosem, auf Authentizität ausgerichtetem Klangdesign verbindet.
Die XP5 verfügt über ein geschlossenes 19‑mm-Gehäuse aus Birkenmultiplex, handgefertigt in Hamilton, Schottland, mit markanten Aluminium-Seitenpanelen und integriertem Standfuß.
Im Zentrum arbeitet ein speziell entwickelter 5‑Zoll-Koaxialtreiber mit behandelter Papiermembran, Alnico-Magnetsystem und nahezu punktförmigen Abstrahleigenschaften.
Technisch besonders auffällig ist Lockwoods Beharren auf einer geschlossenen Abstimmung in Kombination mit einem Koaxialtreiber kleinen Durchmessers – eine Kombination, die dem aktuellen Zeitgeist widerspricht, aber eng an klassisches, von der BBC geprägtes Denken anknüpft. Ein geschlossenes Gehäuse dieses Volumens tauscht zwangsläufig maximale Tieftonreichweite gegen Transiententreue und ein berechenbares Phasenverhalten. Das deutet darauf hin, dass die XP5 eher auf zeitliche Präzision und tonale Geschlossenheit als auf raumerschütternden Bass abgestimmt ist. In audiophilen Begriffen spricht dies für eine kontrollierte Gruppenlaufzeit und einen Basscharakter, der sich natürlich mit realen Instrumenten verbindet – insbesondere in kleineren oder akustisch ehrlichen Räumen, in denen Bassreflexkonstruktionen schnell überzogen wirken können.
Die Koaxialarchitektur selbst lädt zu Vergleichen sowohl mit klassischen Tannoy-Umsetzungen als auch mit modernen Studiomonitoren ein, doch Lockwoods Ansatz wirkt puristischer. Eine behandelte Papiermembran und ein Alnico-Antrieb betonen typischerweise mikrodynamische Feinheiten und Auflösung bei niedrigen Pegeln, während das nahezu punktförmige Abstrahlverhalten für stabile Abbildung und eine gleichmäßige tonale Balance außerhalb der Achse sorgen sollte. Forendiskussionen zu ähnlichen Konzepten heben häufig hervor, wie solche Treiber frequenzweichenbedingte Phasenanomalien im kritischen Mitteltonbereich reduzieren und damit höhere Anforderungen an Weichentopologie und Bauteilqualität stellen. Die angegebene Empfindlichkeit deutet darauf hin, dass die XP5 nicht auf mühelose Lautstärke zielt, sondern Linearität und Transparenz gegenüber dem Verstärker priorisiert – insbesondere mit hochwertigen Verstärkern niedriger bis mittlerer Leistung.
Aus einer übergeordneten Perspektive scheint Lockwood weniger an spektakulären Effekten interessiert zu sein, sondern stärker an langfristiger Hörbarkeit und ingenieurmäßiger Zurückhaltung. Die Wahl maßgeschneiderter Treiber eines spezialisierten Zulieferers und eine bereits im Prototypenstadium finalisierte Frequenzweiche legen nahe, dass das Design eher durch Hören und Messen als durch Marketing-Termine festgelegt wurde. Damit positioniert sich die XP5 als Lautsprecher für Hörer, die tonale Wahrheit und räumliche Präzision höher schätzen als Hi‑Fi-Feuerwerk – eine Philosophie, die sie in einem Markt zunehmend komplexer Mehrwegesysteme leise, aber deutlich abhebt.
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