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Apple TV 4K (aktuelle Generation, Ende 2022 erschienen) könnte mit tvOS 26.4 ein großes Audio-Upgrade erhalten, noch vor einer möglichen Hardware-Aktualisierung 2026.
Die tvOS-26.4-Beta führt die „Continuous Audio Connection“ ein, die Audioaussetzer bei Formatwechseln wie von SDR zu HDR oder von Stereo zu Surround beseitigen soll.
Audio wird kontinuierlich über HDMI mit einem festen LPCM-Signal ausgegeben, wobei Surround Sound und Dolby Atmos über Dolby MAT kodiert werden, um eine nahtlose Wiedergabe zu ermöglichen.
Aus Sicht der Signalkette geht es bei Apples Ansatz weniger um reine Codec-Unterstützung als vielmehr um die Stabilisierung der HDMI-Taktdomäne. Herkömmliche HDMI-Audio-Handshakes zwingen nachgeschaltete Geräte – AV-Receiver, Soundbars, TVs – dazu, sich jedes Mal neu zu synchronisieren, wenn sich Abtaststruktur oder Kanalbelegung ändern. Diese erneute Synchronisation verursacht das berüchtigte Relaisklicken, verschluckte Silben und den kurzzeitigen Bildverlust. Indem alles in einen persistenten Mehrkanal-PCM-Container gekapselt und Dolby MAT den Metadatentransport übernimmt, verhält sich der Apple TV effektiv wie eine Studioquelle mit fester Ausgangstopologie. Konzeptionell ist das näher an der Arbeitsweise professioneller Audiointerfaces als an der typischen Funktionsweise von Consumer-Streamern und umgeht Eigenheiten in der AVR-Firmware, die bekanntermaßen empfindlich auf Formatwechsel reagiert.
Es gibt jedoch eine philosophische Spaltung unter Enthusiasten. Einige Puristen bevorzugen sichtbare Formatwechsel auf den Displays ihrer Receiver als Bestätigung von „Bitstream-Reinheit“, während andere argumentieren, dass MAT über LPCM bereits eine decodierte Domäne sei und daher weniger elegant. Das Gegenargument – gestützt durch Dolbys eigene Spezifikationen – lautet, dass MAT objektbasierte Daten ohne verlustbehaftete Neukodierung erhält und damit funktional transparent ist, während gleichzeitig die Systemstabilität deutlich verbessert wird. In diesem Sinne priorisiert Apple eine deterministische Wiedergabe gegenüber theatralischen Anzeigen auf dem Frontpanel und bleibt damit seiner langjährigen Ausrichtung auf Konsistenz statt Konfigurierbarkeit treu. Für komplexe Setups mit HDMI-2.1-Displays, eARC-Verbindungen und mehreren zwischengeschalteten Geräten könnte diese Designentscheidung letztlich transformierender sein als jede aufmerksamkeitsstarke neue Codec-Unterstützung.
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