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Arendal Sound stellt die Lautsprecherserie 1610 aus Norwegen vor, eine kostenoptimierte Weiterentwicklung der Flaggschiffmodelle 1528, mit Fokus auf High-End-Leistung ohne Flaggschiff-Preisniveau.
Die vier Modelle der 1610-Reihe sind echte Dreiweg-Konstruktionen und treten gegen Focal, DALI, KEF und andere an; die Preise liegen zwischen 2.300 und 7.600 US-Dollar pro Paar.
Die Gehäuse bestehen aus hochdichtem HDF mit umfangreicher Innenversteifung, 46 mm starken, gebogenen Frontschallwänden und sorgfältig abgestimmten Bassreflexöffnungen für kontrollierte, resonanzarme Wiedergabe.
Arendals Schritt mit der 1610-Serie wirkt weniger wie ein einfaches Durchreichen von Technik nach unten, sondern eher wie eine Neujustierung der ingenieurtechnischen Prioritäten. Unterschiedliche Quellen beschreiben sie entweder als „verkleinertes Flaggschiff“ oder als komplette Neuentwicklung, doch der gemeinsame Nenner ist der hohe Aufwand, der in die Bewahrung von Zeitrichtigkeit und Abstrahlkontrolle geflossen ist, statt exotischen Materialien hinterherzujagen. Die gebogene, besonders dicke Frontschallwand ist dabei nicht bloß optische Inszenierung: Sie ermöglicht engere akustische Zentren zwischen den Treibern und ein gleichmäßigeres Phasenverhalten im Übergangsbereich der Frequenzweiche – ein Aspekt, der in dieser Preisklasse oft vernachlässigt wird. In Kombination mit schwerer Innenversteifung und verlustkontrollierten HDF-Paneelen scheinen die Gehäuse darauf ausgelegt, selbst bei hohen Pegeln klanglich unauffällig zu bleiben, was die 1610 eher an studioinspirierte Designlogik als an klassische möbelhafte Hi‑Fi-Konzepte anlehnt.
Wo sich die Perspektiven leicht unterscheiden, ist die Einordnung des Mittel-/Hochtonmoduls im Vergleich zur Konkurrenz. Einige Quellen betonen den maximalen Output und die Heimkino-Tauglichkeit, andere sehen den Røst Essence Acoustic Core als eigentlichen Differenzierungsfaktor. Die enge physische Kopplung von Hochtöner und Mitteltöner innerhalb einer elliptischen Waveguide deutet auf den bewussten Versuch hin, eine gleichmäßige vertikale Abstrahlung zu erhalten und Keulenbildung zu reduzieren – ein Bereich, in dem viele Dreiweg-Standlautsprecher scheitern. Dieser Ansatz rückt die 1610 philosophisch näher an KEFs koaxiales Denken oder DALIs auf Abstrahlung fokussierte Abstimmung, wenn auch mit separaten Treibern und klassischen Frequenzweichen umgesetzt. Ergänzt man dies um Aluminium-Tieftöner mit mechanisch verstärkten Sicken, entsteht das Bild eines Systems, das auf Gelassenheit unter Last ausgelegt ist statt auf romantische Wärme. Das Ergebnis ist zumindest auf dem Papier eine Lautsprecherlinie, die sich gezielt an Hörer richtet, die kontrollierte Richtwirkung, vorhersehbare Rauminteraktion und dynamische Reserven höher bewerten als Markenhistorie oder Boutique-Mythos.
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