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ARTPICAL bringt am 27. den tragbaren DAC/Amp „Mondrian“ auf den Markt, preislich bei etwa ¥42.000, und verkörpert damit das „Audible Art“-Konzept, das Klangtechnik mit abstraktem visuellen Design verbindet.
Mondrian verfügt über ein von Mondrian inspiriertes Primärfarben-Rasterdesign und nutzt einen ESS ES9281AC PRO DAC mit zwei Verstärkerchips für leistungsstarken portablen Audiobetrieb.
Zu den technischen Daten gehören PCM bis 768 kHz/32 Bit, DSD512-Unterstützung, vollständige MQA-Decodierung, USB‑C-Eingang, 4,4‑mm‑Balanced-Ausgang sowie eine dreistufige Gain-BUFF-Taste.
ARTPICALs Mondrian wirkt weniger wie ein neuartiger DAC und mehr wie ein Statement darüber, wie moderner portabler Audioaufbau gestaltet wird. Unter dem galerietauglichen Äußeren setzt die Schaltungsphilosophie klar auf Integration und Effizienz statt auf brachiale Modularität. Der Einsatz einer hochintegrierten DAC/Amp‑Plattform mit einer dedizierten dualen Verstärkerstufe deutet auf einen Fokus auf minimale Signalpfadlängen und geringere Komplexität im Taktbereich hin – ein Ansatz, der bei busgespeisten Designs oft wegen geringerer Jitteranfälligkeit bevorzugt wird. Die Einbindung einer mehrstufigen Gain‑Architektur statt eines einfachen High/Low‑Schalters weist auf ein sorgfältiges Spannungsmanagement über ein breites Spektrum an IEM‑Empfindlichkeiten hin, reduziert das Risiko dynamischer Kompression bei anspruchsvollen Lasten und hält zugleich das Restrauschen für hocheffiziente Wandler niedrig.
Auffällig in der Berichterstattung verschiedener Medien ist, dass Mondrian entweder als Kunstobjekt mit Klang oder als ernstzunehmendes Audiowerkzeug mit radikalem Erscheinungsbild dargestellt wird. Aus technischer Sicht wirkt Letzteres überzeugender. Die Wahl eines vollständig symmetrischen Ausgangsstandards, der typischerweise mit höherer Stromlieferfähigkeit verbunden ist, deutet darauf hin, dass ARTPICAL Nutzer erwartet, die ihn mit komplexeren Treiber-Topologien kombinieren – nicht nur mit einfachen Single-Dynamic‑Modellen. Die Betonung einer verlustarmen digitalen Übertragung über das mitgelieferte Kabel zeigt zudem ein Bewusstsein dafür, wie fragil USB‑gespeiste Audioketten sein können, insbesondere bei hochbitratigen Formaten und Echtzeit-Decodierung.
Diese Erwartung wird klarer, wenn Mondrian neben den Blue Planet Ohrhörern positioniert wird. Ein planarmagnetischer In‑Ear mit relativ großer Membranfläche stellt ganz andere Anforderungen an einen Verstärker als typische BA‑zentrierte Designs. Das nahezu kolbenförmige Verhalten des Planars und seine flachere Impedanzkurve profitieren eher von stabiler Stromlieferung und präziser Gain‑Kontrolle als von bloßer Spannungshub. In diesem Kontext ergibt ARTPICALs Ökosystem‑Ansatz Sinn: Ein Produkt legt den Schwerpunkt auf kontrollierte, rauscharmes Verstärken, das andere auf mechanische Linearität und Materialwissenschaft. Zusammen skizzieren sie eine kohärente Philosophie, in der Industriedesign, Elektrotechnik und akustisches Tuning als parallele Disziplinen behandelt werden – nicht als Marketingebenen, die übereinandergelegt werden.
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