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Astell&Kern stellte den A&ultima SP4000 Copper vor, einen limitierten Flaggschiff‑portablen Digital‑Audio‑Player mit einem luxuriösen Gehäuse aus 99,98 % reinem Kupfer.
Technisch identisch mit dem Standard‑SP4000 behält er das Quad‑DAC‑Design und die Octa‑circuit‑Architektur mit voller Firmware‑, Format‑ und UI‑Kompatibilität bei.
Das Kupfergehäuse wurde wegen seiner überlegenen elektrischen Leitfähigkeit und Abschirmung gewählt und erfordert eine mehrstufige Stabilisierung sowie Präzisionsbearbeitung, um Oxidation zu verhindern.
Aus technischer Sicht geht es bei der Umstellung auf ein Kupfergehäuse weniger um Luxusinszenierung als um systemweite Rauschkontrolle. Die höhere Leitfähigkeit von Kupfer verändert das Verhalten von Streuströmen und Massebezügen rund um die Quad‑DAC‑Stufe und kann die Impedanz des Gehäuses selbst als Abschirmung senken. In einem Player, der auf dem Octa‑circuit‑Konzept von Astell&Kern basiert – bei dem digitale, analoge und Stromversorgungsdomänen physisch und elektrisch getrennt sind – wird das Gehäuse zu einem passiven Mitspieler bei der EMI‑Kontrolle. Im Vergleich zu Aluminium kann Kupfer hochfrequente Störungen, die vom SoC und den drahtlosen Subsystemen erzeugt werden, effektiver aufnehmen, was in einem dichten portablen Layout mit minimalen Leiterplattenabständen besonders relevant ist.
Ein weiterer, weniger diskutierter Aspekt betrifft das mechanische und thermische Verhalten. Die Masse und Weichheit von Kupfer verändern die Resonanzeigenschaften, verschieben gehäusebedingte Vibrationen zu niedrigeren Frequenzen und dämpfen sie anders als die Standardhülle des SP4000. Auch wenn die Elektronik unverändert ist, kann sich die Art und Weise, wie Mikro‑Vibrationen in Takt‑ und Analogstufen einkoppeln, subtil unterscheiden – insbesondere bei hohen Schalldruckpegeln mit Kopfhörern. Thermisch verteilt Kupfer Wärme gleichmäßiger über das Gehäuse, was dazu beitragen kann, während langer Hörsessions stabile Betriebsbedingungen für das DAC‑Array und die Ausgangsstufen zu erhalten, selbst wenn die absoluten Temperaturen im gleichen Rahmen bleiben.
Das begleitende Collector’s Atelier Case spiegelt ebenfalls eine bestimmte Philosophie wider: Aufbewahrung und Präsentation statt mobiler Schutz. Indem Astell&Kern den Player und die zugehörigen IEMs als kuratiertes System und nicht als taschentaugliches Gadget behandelt, ordnet das Unternehmen den SP4000 Copper dem Desktop‑Hörritual zu, zu dem viele Besitzer von Flaggschiff‑DAPs tendieren. Es erinnert daran, dass auf diesem Niveau Industriedesign, Materialwissenschaft und Nutzungskontext ebenso eng miteinander verwoben sind wie der Signalweg selbst.
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* Queen veröffentlichen am 27.

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