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Audio Group Denmark stellt ein ultra-luxuriöses, in Dänemark gefertigtes System vor, das Børresen M8 Gold Signature Lautsprecher und Aavik M-880 Monoblock-Verstärker kombiniert und insgesamt rund 13,5 Mio. SEK kostet.
Die Børresen M8 Gold Signature Lautsprecher sind über 2,2 Meter hoch, wiegen jeweils 325 kg und kosten etwa 1 Mio. € pro Paar; sie werden ohne kommerzielle Einschränkungen handgefertigt.
Der M8 nutzt 12 Bass-Treiber mit eisenfreien Magnetsystemen und vergoldeten Kupferkomponenten, um Hysterese zu eliminieren und Transientengeschwindigkeit sowie Reaktionsfähigkeit zu maximieren.
Was diesen dänischen Stack interessant macht, ist nicht die vordergründige Extravaganz der Schlagzeilen, sondern der philosophische rote Faden, der die Motortopologie der Lautsprecher mit dem Betriebsregime der Verstärker verbindet. Der eisenfreie Ansatz im M8 geht nicht nur um Geschwindigkeit um ihrer selbst willen; er verändert grundlegend die Landschaft der elektrischen Dämpfung. Mit der Eliminierung der Hysterese wird die Gegen-EMK des Treibers vorhersehbarer, wodurch die Kontrollverantwortung klar auf den Verstärker verlagert wird. Genau hier ergibt die Kombination Sinn: Das Aavik-Design priorisiert eine konstante Leitfähigkeit der Bauteile und ein extrem niedriges Rauschverhalten und setzt auf Stromstabilität statt auf brachiale Topologie-Tricks. In audiophilen Begriffen ist das System klar auf mikrodynamische Durchzeichnung und Phasenkohärenz abgestimmt, statt auf die romantische Wärme, die oft mit Statement-Anlagen assoziiert wird.
Unter Ingenieuren gibt es jedoch unterschiedliche Interpretationen zum Einsatz exotischer Materialien wie Gold in Motorbaugruppen. Aus streng elektrischer Sicht liegen die Vorteile von Gold eher in Korrosionsbeständigkeit und Oberflächenstabilität als in überlegener Leitfähigkeit. Befürworter argumentieren, dass zeitliche Konstanz und ein gleichmäßiger Stromfluss auf mikroskopischer Ebene wichtiger seien als Lehrbuch-Widerstandswerte – insbesondere bei einem kompromisslosen Aufbau, bei dem jede Variable kontrolliert wird. Skeptiker halten dagegen, dass solche Entscheidungen leicht in den Bereich abnehmender Erträge abgleiten. Bemerkenswert ist, dass Audio Group Denmark diese Debatte offenbar wenig kümmert und Materialwissenschaft eher als klangliches Abstimmungsinstrument denn als Kosten-Nutzen-Rechnung betrachtet.
Als Ganzes gelesen wirkt das System weniger wie ein konventionelles Flaggschiff und mehr wie ein technisches Manifest. Die mechanischen Erdungsstrategien, Konzepte zur Rauschunterdrückung und das Motordesign deuten allesamt auf eine Obsession mit der Absenkung des Rauschbodens hin – elektrisch, mechanisch und magnetisch –, damit Transienten und Ausklingphasen unverhüllt hervortreten. Es ist eine Konfiguration für Hörer, die Unmittelbarkeit, Stille zwischen den Noten und absolute Kontrolle über das Lastverhalten schätzen, selbst wenn das bedeutet, Lösungen zu akzeptieren, die orthodoxe ingenieurwissenschaftliche Prioritäten infrage stellen. In diesem Sinne ist der Preis fast nebensächlich; das eigentliche Statement liegt darin, wie weit die Designer bereit sind, eine einzige kompromisslose Vision von Signalreinheit zu treiben.
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