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Audio Research D-80 ist ein vollsymmetrischer, zweikanaliger Röhren-Leistungsverstärker aus der Reference-Serie mit 70 W pro Kanal im Pentodenbetrieb.
Der Signalweg bleibt vollständig symmetrisch von den reinen XLR-Eingängen bis zu den Lautsprecherklemmen, minimiert Rauschen und richtet sich an moderne, hochwertige symmetrische Vorverstärker.
Jeder Kanal nutzt gematchte KT150-Endröhren mit 6H30-Treibern, deckt 7 Hz–68 kHz bei −3 dB ab und bewältigt komplexe Lautsprecherlasten souverän.
Aus ingenieurstechnischer Sicht wirkt der D-80 wie eine bewusste Übung in Zurückhaltung. Audio Research setzt konsequent auf eine vollständig differentielle Topologie und eine reine Pentoden-Ausgangsstufe und verzichtet auf umschaltbare Modi oder Hybrid-Tricks, die oft Erdung und Langzeitstabilität verkomplizieren. Der Pentodenbetrieb dient hier weniger der Schlagzeilenleistung als der Aufrechterhaltung von Linearität unter Belastung; mit moderatem globalem Feedback zielt die Schaltung auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen harmonischer Struktur und Kontrolle, statt um jeden Preis extrem niedrige Verzerrungswerte zu jagen. Das spezifizierte Verzerrungsverhalten – bei kleinen Signalhüben auf praktisch nicht messbare Werte sinkend – deutet auf ein Design hin, das für reale Hörpegel optimiert ist und nicht für Laborspektakel.
Mehrere Quellen weisen auf die familiäre Nähe zur Reference 80S hin, insbesondere bei der Netzteilarchitektur und der Philosophie der Ausgangsstufe. Diese Abstammung ist relevant: Die überdimensionierten Transformatorreserven und der konservative Dämpfungsfaktor lassen auf einen Verstärker schließen, der Stromlieferfähigkeit und Lasttoleranz über kompromisslose Kontrolle stellt. In audiophilen Begriffen bedeutet das meist einen Bass, der geformt statt festgezurrt ist, und einen Mitteltonbereich, der gelassen bleibt, wenn Impedanzverläufe ungewöhnliche Kapriolen schlagen. Die KT150 eignen sich hervorragend für diesen Ansatz, da ihre hohe zulässige Verlustleistung es dem Verstärker erlaubt, selbst bei widerspenstigen Lautsprecherweichen in einem komfortablen Betriebsfenster zu bleiben.
Ebenso aufschlussreich ist, was der D-80 bewusst weglässt. Die ausschließliche XLR-Anbindung und eine sehr hohe symmetrische Eingangsimpedanz machen klar, dass dieser Verstärker einen modernen, rauscharmen Vorverstärker voraussetzt – keine Adapter oder alten unsymmetrischen Quellen. In Kombination mit einer vergleichsweise moderaten Gegenkopplung und einer sorgfältig gewählten Verstärkungsstruktur scheint das Design darauf ausgelegt zu sein, Signalintegrität durch Einfachheit statt Funktionsfülle zu bewahren. In diesem Sinne positioniert sich der D-80 als puristischer Leistungsverstärker: weniger Flexibilität, dafür vorhersehbares Verhalten und klangliche Konstanz über eine breite Palette realer Systeme hinweg.
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