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Audio Research erweitert sein Portfolio über Röhrendesigns hinaus mit der S-100 Stereo-Endstufe, einem Solid-State-Class-A/B-Modell für anspruchsvolle High-End-Stereoanlagen.
Die Dual-Mono-Architektur nutzt zwei unabhängige Ringkerntransformatoren und vollständig symmetrische Schaltungen, minimiert Übersprechen und gewährleistet stabile Leistungsabgabe unter dynamischen Lasten.
Mit 100 W pro Kanal an 8 Ohm und einer Verdopplung auf 200 W an 4 Ohm bietet die S-100 hohe Stromlieferfähigkeit für niederohmige Lautsprecher.
Was die S‑100 besonders interessant macht, ist nicht die Tatsache, dass Audio Research einen Transistorverstärker baut, sondern wie dies geschieht. Die Entscheidung, auf bipolare Ausgangsbauelemente statt auf MOSFETs zu setzen, positioniert die S‑100 klar im Lager der Verstärker, die lineares Stromverhalten und präzise Kontrolle über komplexe Lasten priorisieren. In audiophilen Kreisen wird diese Wahl häufig mit straffer Basskontur und einer expliziteren Darstellung von Mikrodynamik in Verbindung gebracht, insbesondere wenn Lautsprecher reaktive Impedanzverläufe aufweisen. In Kombination mit einem vollständig symmetrischen Signalweg und einer bewusst konservativen Verstärkungsstruktur scheint die S‑100 darauf ausgelegt zu sein, sich eher wie eine transparente Stromquelle als wie eine „abgestimmte“ Endstufe zu verhalten, auch wenn Audio Research traditionell musikalische Ausdruckskraft ebenso betont wie messtechnische Disziplin.
Eine weitere Ebene der Intention wird bei der Systemintegration deutlich. Die relativ hohe symmetrische Eingangsimpedanz und die moderate Eingangsempfindlichkeit deuten auf eine sorgfältige Abstimmung mit High-End-Vorverstärkern hin, einschließlich solcher mit Röhrenausgangsstufen. Dies weist auf eine übergeordnete Strategie hin: Die S‑100 ist nicht als radikaler Bruch mit dem Erbe von Audio Research positioniert, sondern als Solid-State-Gegenstück, das die etablierte Signalkette des Unternehmens bewahren soll. Auch Wärmemanagement und Skalierung des Netzteils deuten eher auf langfristige Stabilität als auf aufmerksamkeitsstarke Bias-Konzepte hin und verstärken den Eindruck einer Endstufe, die für nachhaltige Kontrolle unter realen Hörbedingungen entwickelt wurde. In diesem Sinne wirkt die S‑100 weniger wie ein Statement-Piece und mehr wie eine pragmatische, technisch ausgereifte Interpretation dessen, was moderne Solid-State-Verstärkung auf diesem Niveau leisten sollte.
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