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Audio‑Technica stellt die limitierten ATH‑WP900SE Kopfhörer mit massiven Ohrmuscheln aus Eschenholz vor, fein abgestimmt speziell für Saiteninstrumente, insbesondere Gitarren.
Vorbestellungen starten in Japan zu ¥110.000 (~750 $), die offizielle Markteinführung ist für den 20. Februar 2026 geplant und unterstreicht Exklusivität sowie Premium‑Positionierung.
Ausgestattet mit 53‑mm‑Dynamiktreibern in portierten Ohrmuscheln liefern sie einen warmen, präzisen Gitarrenklang über einen breiten Frequenzbereich von 5–50 kHz.
Was den ATH‑WP900SE über seine visuelle Wirkung hinaus interessant macht, ist die konsequente instrumentenzentrierte Abstimmung von Audio‑Technica, anstatt einer generischen „Referenz“-Kurve nachzujagen. Die Verwendung dichter Hartholz‑Gehäuse mit kontrollierter interner Belüftung deutet darauf hin, dass Abklingverhalten und harmonische Entfaltung mechanisch geformt werden sollen – nicht nur über Dämpfungsmaterialien. Esche neigt im Vergleich zu weicheren Hölzern früherer WP‑Serienmodelle dazu, Transienten knackiger und die oberen Mitten klarer darzustellen, was gut zum erklärten Fokus auf gezupfte Saiten passt. Das portierte Gehäuse weist zudem auf einen bewussten Kompromiss hin: etwas Druckentlastung, um die für geschlossene Kopfhörer typische Enge zu vermeiden, die bei komplexen Akkorden den Anschlag verwischen kann, während Isolation und Fundament erhalten bleiben.
Aus technischer Sicht positionieren die elektrischen Parameter den WP900SE in einem interessanten Mittelfeld. Die Last ist freundlich genug für hochwertige portable Player, zugleich aber klar darauf ausgelegt, mit dedizierter Verstärkung zu skalieren – insbesondere bei Nutzung des symmetrischen Anschlusses. Diese Dual‑Use‑Philosophie spiegelt Audio‑Technicas jüngste Strategie wider, Kopfhörer zu bauen, die beim Wechsel von einem DAP zu einem Desktop‑Verstärker nicht an Dynamik verlieren. Die Treiberarchitektur mit ihrem Fokus auf Luftstrommanagement rund um die Schwingspule deutet auf den Versuch hin, Verzerrungen bei höheren Schalldruckpegeln gering zu halten – wichtig für Hörer, die dynamisches, live aufgenommenes Material komprimierten Studio‑Mixen vorziehen.
Hinzu kommt ein subtiler kultureller Crossover. Durch die Anlehnung an die Finish‑Tradition eines Gitarrenherstellers rahmt Audio‑Technica den WP900SE weniger als Lifestyle‑Objekt und mehr als ein Stück Gitarrenbau, übertragen in Kopfhörerform. Manche werden dies als ästhetisches Storytelling sehen; andere als Hinweis darauf, eine klangliche Ausrichtung auf Realismus statt auf forensische Neutralität zu erwarten. So oder so positioniert sich der WP900SE als Nischenwerkzeug für Hörer, die Klangfarbe, Textur und Abklingen höher bewerten als linealglatte Messkurven – eine Philosophie, die in einem von Zielkurven und DSP dominierten Markt zunehmend selten erscheint.
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