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Beyerdynamic wurde für 122 Millionen Euro von Cosonic übernommen, was Konsolidierungstrends in der High-End-Audioindustrie signalisiert.
Cosonic strebt an, sich von einem Komponentenlieferanten zu einem Premium-Markenentwickler zu entwickeln, gestützt auf Beyerdynamics Ruf.
Bedenken bestehen hinsichtlich der Wahrung von Beyerdynamics „Made in Heilbronn“-Ethos angesichts historischer Übernahmepräzedenzfälle.
Die Audioindustrie erlebt eine weitere seismische Veränderung, da die deutsche Audio-Ikone Beyerdynamic von dem chinesischen OEM-Schwergewicht Cosonic für 122 Millionen Euro (141 Millionen USD) übernommen wurde. Dies markiert einen weiteren Schritt im anhaltenden Konsolidierungstrend in der High-End-Audio-Landschaft und erschüttert einen Bereich, der für seine äußerst loyalen Benutzerbasen und traditionsreichen Marken bekannt ist.
Beyerdynamic, gegründet 1924, ist seit langem ein Synonym für deutsche Ingenieurskunst und bekannt für Audio-Benchmark-Produkte wie die DT 770- und DT 990-Serie. Seine Expertise erstreckt sich über Konsumkopfhörer hinaus auf professionelle Mikrofone, Konferenzlösungen und Studioausrüstung. Trotz einer starken finanziellen Position und eines Gewinns im letzten Quartal wirft der Verkauf des Unternehmens Fragen auf, insbesondere angesichts seines anhaltenden Rufs als feste Größe sowohl in der Audiophilen- als auch in der professionellen Szene.
Für Cosonic stellt diese Übernahme einen bedeutenden Schritt dar. Hauptsächlich bekannt als ein hinter den Kulissen agierender Riese, der elektronische Komponenten und preisgünstige Konsumgeräte herstellt, zeigt dieser Schritt den Wunsch, einen festeren Griff im Premium-Audio-Markt zu etablieren. Während der Name Cosonic Endbenutzern möglicherweise unbekannt ist, macht seine Präsenz im Elektronikbereich – einschließlich weit verbreiteter Beteiligung an kabellosem Audio – ihn zu einem bedeutenden Akteur in der Lieferkettenwelt. Die Aufnahme einer Traditionsmarke wie Beyerdynamic in sein Portfolio signalisiert den Wunsch, sich von einem Zulieferer zu einem Markenentwickler zu entwickeln.
Eine zentrale Frage nach der Übernahme ist, was diese Transaktion für die Identität von Beyerdynamic und seine „Made in Heilbronn“-Fertigungsethik bedeutet. Während Cosonic Kontinuität und Unabhängigkeit für die Marke zugesichert hat, bleibt die Branche angesichts historischer Präzedenzfälle spekulativ. Vergleiche mit der Übernahme von AKG durch Samsung – mit einem anschließenden Verlust seiner österreichischen Wurzeln – bleiben in den Köpfen der Puristen präsent. Einige weisen jedoch auf den Übergang von Sennheiser unter Sonova hin, als Beispiel dafür, wie Übernahmen globale Fähigkeiten gestärkt haben, ohne den Charakter der Marke zu verwässern.
Die Bewertung von 122 Millionen Euro unterstreicht Cosonics Engagement, Premium-Audio-Bereiche zu erreichen, wirft jedoch auch Fragen zur Skalierbarkeit auf. Die Fähigkeit, zu integrieren, ohne den Ruf von Beyerdynamic zu verwässern, wird das ultimative Erfolgskriterium sein. Ob dies das nächste Kapitel in Beyers traditionsreicher Geschichte oder ein Kompromiss seines Erbes markiert, wird nur die Zeit zeigen. Klar ist, dass der Schritt die Wettbewerbsdynamik der Audioindustrie verändern könnte.
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