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Cambridge Audio stellt die aktive Stereo‑Serie L/R vor, die StreamMagic‑Streaming, Class‑D‑Verstärkung und ein kabelfreies Design in sechs auffälligen Farboptionen integriert.
Das Flaggschiff L/R X liefert massive 800 Watt und nutzt zwei 5‑Zoll‑Tieftöner sowie zwei 6‑Zoll‑Passivmembranen, um mit großen Standlautsprechern zu konkurrieren.
L/R X und das Mittelklassemodell L/R M verfügen über dedizierte MM‑Phono‑Eingänge, die den direkten Anschluss von Plattenspielern ohne externe Vorverstärker ermöglichen, sowie über HDMI ARC zur TV‑Integration.
Cambridge Audios L/R‑Projekt wirkt weniger wie eine Lifestyle‑Kehrtwende als vielmehr wie der Versuch, ein klassisches Hi‑Fi‑Rack auf zwei resonierende Objekte zu reduzieren. Mehrere Quellen betonen, dass das Unternehmen diese Lautsprecher als Links/Rechts‑Wandler behandelt und nicht als komfortables Master‑Slave‑System, was Konsequenzen für Taktung, Kanaltrennung und internes Signalrouting hat. Die Entscheidung, StreamMagic direkt auf Lautsprecherebene zu integrieren, deutet auf eine verteilte digitale Architektur hin, bei der Wandlung und Verstärkung lokal erfolgen, statt über proprietäre Verbindungen ausgelagert zu werden. Dieser Ansatz passt zu aktuellen Forendiskussionen, die kürzere analoge Signalwege und eine straffere DSP‑Kontrolle bevorzugen – insbesondere bei aktiven Designs, die klassische Vollverstärker ersetzen sollen.
Die Gehäusekonstruktion des Flaggschiffs macht Cambridges Absicht besonders deutlich. Durch die gegenläufige Anordnung der Passivmembranen an den Seitenwänden wird der mechanische Rückstoß aktiv kontrolliert, wodurch das „Wandern“ des Gehäuses reduziert wird, ohne auf übermäßige Masse oder aufwendige Innenverstrebungen zurückzugreifen. Das spiegelt Techniken wider, die man eher aus High‑End‑Subwoofern kennt als aus kompakten Lautsprechern, und weist auf eine Abstimmungsphilosophie hin, die auch bei hohen Hüben die Transientenreinheit bewahren soll. Der Einsatz desselben Hochtöners mit toroidalem Profil in den oberen Modellen spricht ebenfalls für das Ziel klanglicher Konsistenz: Nutzer können die Ausgangsleistung steigern, ohne sich an einen neuen Hochtoncharakter gewöhnen zu müssen – ein Aspekt, der oft übersehen wird, wenn Marken aktive Serien zu schnell diversifizieren.
Die Einschätzungen gehen etwas auseinander, ob L/R eher als minimalistisches System oder als zentrales Hub‑Konzept zu verstehen ist. Einige Quellen sehen die Lautsprecher als Gegenmittel zum Kabelchaos, andere betonen, dass die Eingangsarchitektur effektiv Vorverstärker, DAC und TV‑Schnittstelle in einem Schritt ersetzt. Heraus kommt ein hybrides Angebot: nicht puristisch im passiven Sinn, aber klar auf Hörer ausgerichtet, die Kohärenz höher bewerten als maximale Tweak‑Möglichkeiten. In diesem Licht wirkt L/R weniger wie das Verfolgen eines Trends durch Cambridge Audio, sondern eher wie ein Belastungstest dafür, wie weit ein modernes aktives Stereosystem gehen kann, bevor es nichts Weiteres mehr braucht.
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