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Canon feiert 30 Jahre PowerShot, gestartet 1996 mit der 0,57‑MP PowerShot 600, und wuchs weltweit auf über 200 Kompaktkameramodelle.
Die PowerShot G7 X Mark III Anniversary Edition behält die Hardware von 2019 bei: 20‑MP‑CMOS‑Sensor, Digic‑8‑Prozessor und 4K‑Video bis 30 fps.
Das unveränderte 24–100mm f/1.8–f/2.8‑Objektiv bleibt ein zentrales Unterscheidungsmerkmal und half der G7 X Mark III zuvor, ihr kompaktes Wettbewerbssegment anzuführen.
Aus technischer Sicht ist die Anniversary Edition weniger ein Hardware‑Update als vielmehr eine Momentaufnahme von Canons Kompaktkamera‑Philosophie der späten 2010er‑Jahre. Die Bildverarbeitung bleibt auf relativ aggressive Rauschminderung und Canons charakteristische Farbwiedergabe abgestimmt, wobei saubere Mitteltöne gegenüber Mikrokontrast priorisiert werden—ein Ansatz, der jedem vertraut vorkommt, der eine leicht „warme“ Abstimmung analytischer Schärfe vorzieht. Videoanwender erkennen dieselben Einschränkungen bei Auslesegeschwindigkeit und internen Codecs: brauchbar, vorhersehbar, aber klar aus einer Zeit, bevor gestapelte Sensoren und 10‑Bit‑Workflows zum Standard wurden. In Hi‑Fi‑Begriffen ist das eine gut abgestimmte DAC/Amp‑Kombination aus einer früheren Generation—noch immer musikalisch, aber nicht mehr auf absolute technische Transparenz ausgerichtet.
Verschiedene Medien rahmen die Veröffentlichung unterschiedlich ein. Canons eigene Kommunikation setzt stark auf Herkunft und Design‑Kontinuität, während technisch orientierte Beobachter darauf hinweisen, dass konkurrierende Kompaktkameras und Einsteiger‑Spiegellose inzwischen schnellere Autofokus‑Algorithmen, größere Pufferspeicher und flexiblere Log‑Profile zu ähnlichen Preisen bieten. Was die Plattform der G7 X Mark III relevant hält, ist nicht die rohe Dichte der Spezifikationen, sondern die Systembalance: ein taschentaugliches Gehäuse mit vorhersehbarem Belichtungsverhalten, stabiler Messung und einem Objektiv, das über seinen Zoombereich hinweg einen konsistenten optischen Charakter bewahrt. Diese Kohärenz erklärt, warum die Kamera lange nach dem Ende der technologischen Spitzenposition ihres Siliziums weiterhin in Creator‑Workflows zirkuliert.
Im weiteren Branchenkontext liest sich die Anniversary Edition fast wie eine Boutique‑Neuauflage aus der Audiowelt—eine klassische Schaltung mit kosmetischen Verfeinerungen und kuratiertem Zubehör, ausgerichtet an Hörer, die den gewünschten Klang bereits kennen. Die Premium‑Preisgestaltung unterstreicht, dass es hier nicht um den Wettbewerb auf Datenblättern geht, sondern um die Würdigung eines Produkts, das kulturelle Resonanz über seine Spezifikationen hinaus erlangt hat. Ob diese Resonanz den Preis rechtfertigt, hängt davon ab, wie viel Wert man auf Vertrautheit und Formfaktor in einem Markt legt, der zunehmend von technischem Überbietungswettbewerb getrieben wird.
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