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Die Cinema Audio Society startet den Jeffrey S. Wexler Award for Advancement in Sound Technology, der 2026 debütiert und nicht‑lineare Innovationen in Aufnahme, Editing und Mischung ehrt.
Zu den ersten Preisträgern 2026 zählen die Digidesign‑Mitgründer Evan Brooks und Peter Gotcher sowie die Zaxcom‑Innovatoren Glen Sanders und Howard Stark, ausgezeichnet für transformative Audiotechnologien.
Evan Brooks entwickelte Sound Designer und Sound Tools, die erste erschwingliche professionelle digitale Audio‑Workstation, die direkt den Aufstieg von Pro Tools als Branchenstandard‑DAW ermöglichte.
Was den neuen Wexler Award besonders überzeugend macht, ist die enge Definition von „Advancement“, die sich an nicht‑linearem Denken statt an bloßer klanglicher Neuheit orientiert. Frühe Digidesign‑Werkzeuge verlagerten die Tonpostproduktion von einem bandgebundenen, destruktiven Prozess in eine Random‑Access‑Domäne, in der Wellenformbearbeitung, regionsbasierte Montage und samplegenaue Automation zum Standard wurden. Dieser Übergang hatte weniger mit makellosen Wandlern zu tun als mit einer veränderten Denkweise der Ingenieure – Editing als Datenmanipulation statt als physisches Schneiden. Im Gegensatz dazu griff Zaxcom am anderen Ende der Signalkette an und bewies, dass filebasierte Aufzeichnung auch in rauen Produktionsumgebungen bestehen kann, während sie framegenaue Synchronität, stabile Metadaten und redundante Aufzeichnung gewährleistet – Funktionen, die Location‑Mixer heute als selbstverständlich ansehen. Zusammen schlossen diese Entwicklungen den Kreis zwischen Set und Mischbühne und schufen einen wirklich durchgängigen digitalen Workflow.
Unterschiedliche Perspektiven werden sichtbar, wenn man studiozentrierte Innovation mit produktionsorientierter Ingenieursarbeit vergleicht. Die frühen Systeme von Digidesign waren durch Host‑CPU‑Leistung, SCSI‑Bandbreite und Fixed‑Point‑Mathematik begrenzt, führten jedoch Konzepte wie nicht‑destruktives Editing und jederzeit abrufbare Mischungen ein, die selbst in heutigen Floating‑Point‑ und objektbasierten Ökosystemen grundlegend bleiben. Zaxcoms portable Recorder hingegen priorisierten Taktstabilität, Energieeffizienz und thermische Zuverlässigkeit – oft auf Kosten von Interface‑Komfort. Die technische Philosophie war pragmatisch statt elegant: grundsolider Timecode, deterministische Dateiintegrität und Multitrack‑Zuverlässigkeit hatten Vorrang vor Bildschirmfläche oder UI‑Politur. Diese Divergenz verdeutlicht, warum der Preis beide Lager umfasst – echter Fortschritt im Sound entsteht aus der Verbindung kreativer Flexibilität mit kompromissloser Signaldiziplin.
Die Benennung des Preises nach Jeff Wexler unterstreicht dieses Gleichgewicht subtil. Sein Ruf beruhte nie auf der Fetischisierung von Equipment, sondern auf dem Einsatz von Technologie als transparente Erweiterung der Intention – sauberes Gain‑Staging, diszipliniertes Monitoring und frühe Adoption nur dann, wenn sie reale Probleme löste. Der Wexler Award vermeidet es bewusst, Neuheit um der Neuheit willen zu feiern; er ehrt Werkzeuge, die im Workflow verschwinden und zugleich die technische Messlatte anheben. Für Ingenieure, die über Wandler versus Clocks oder DAWs versus Recorder diskutieren, ist die Botschaft klar: nachhaltige Wirkung im Audio entsteht durch Systeme, die Prozesse neu formen, nicht nur durch Spezifikationen.
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* Queen veröffentlichen am 27.

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