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Clab Ebony Titanium ist ein vollständig handgefertigtes MC-Phono-Tonabnehmersystem aus Rom und steht für jahrelange Forschung sowie eine kompromisslose, restaurationsgetriebene Designphilosophie.
Der Tonabnehmer nutzt einen massiven Titankorpus mit Ebenholz-Frontplatte, doppelte Seltenerdmagnete und handgewickelte Kupferspulen auf Reineisenkernen.
Ein massiver Diamant-Nadelträger mit japanischem MicroLine-Schliff (3×70 µm) sorgt für hohe Auflösung, tiefe Raumabbildung und minimierte Hystereseverzerrungen.
Was am Ansatz von Clab besonders auffällt, ist, wie stark die Restaurationspraxis die ingenieurtechnische Logik prägt. Im Gegensatz zu vielen Boutique-MC-Designs, die exotischen Materialien um ihrer selbst willen nachjagen, wirkt das Ebony Titanium wie ein bewusster Versuch, Energiespeicherung und -freisetzung über die gesamte mechanische Kette hinweg zu kontrollieren. Das Titangehäuse dient nicht nur der Steifigkeit, sondern einem vorhersehbaren Resonanzverhalten, sobald es mit den Ebenholz-Schnittstellen gekoppelt ist, die als verlustbehaftete Senken statt als kosmetische Akzente fungieren. Diese Hybridstruktur deutet auf einen Schwerpunkt bei der Zeitbereichs-Sauberkeit hin – schnelles Abklingen, geringes Nachschwingen – statt auf rein tonale Abstimmung. Mehrere Quellen heben hervor, dass der magnetische Kreis durch langfristige Experimente abgestimmt wurde, was auf Feldstabilität und Symmetrie als Prioritäten schließen lässt – Aspekte, die bei modernen Low-Output-Designs auf der Jagd nach extremer Empfindlichkeit oft übersehen werden.
Auch die Generatorarchitektur verweist auf eine klassisch geprägte Denkweise mit moderner Umsetzung. Reineisenkerne und Kupferwicklungen gelten als Entscheidungen zugunsten von Linearität und kontrollierter Induktivität, werden hier jedoch mit ungewöhnlich engen Toleranzen realisiert. In forenähnlichen Diskussionen wird diese Kombination häufig mit einem dichteren Mittenbereich und einer kohärenteren harmonischen Struktur in Verbindung gebracht, insbesondere bei niedriger Impedanzanpassung. Der MicroLine-Schliff zielt derweil weniger auf plakative Tracking-Werte als auf gleichmäßigen Kontakt zur Rillenwand über abgenutzte oder komplexe Pressungen hinweg – was zu Clabs Hintergrund in der Tonabnehmer-Restauration passt und nicht primär auf Vorführbedingungen im Showroom abzielt. So entsteht der Eindruck eines Tonabnehmers, der Informationen auch unter weniger idealen realen Bedingungen bewahren soll, nicht nur auf makellosen Demo-Schallplatten.
Der passende 1:32 Step-Up-Übertrager verstärkt dieses systemische Denken. Vacoperm-100-Kerne werden typischerweise wegen ihrer hohen Permeabilität und geringen Koerzitivfeldstärke gewählt, was auf den Versuch hindeutet, mikrodynamische Kontraste zu erhalten, ohne Transienten zu entschärfen. Die Entscheidung für wählbare Abschlussimpedanzen – selbst wenn sie für das Ebony Titanium allein nicht zwingend erforderlich wären – zeigt ein Verständnis für Impedanzwechselwirkungen über eine einzelne Produktpaarung hinaus. Im Vergleich zu minimalistischen SUT-Designs deuten die starke Abschirmung und die mechanisch entkoppelten Innereien auf einen Fokus auf die Stabilität des Rauschpegels in komplexen Setups hin, in denen Erdungskonzepte und benachbarte Elektronik sonst den Klangcharakter bestimmen können. Zusammengenommen wirken Tonabnehmer und Übertrager weniger wie Luxusobjekte als vielmehr wie Präzisionswerkzeuge zur möglichst unverfälschten Informationsgewinnung aus Vinyl.
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* Queen veröffentlichen am 27.

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