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CoolGeek TS-01 führt eine fernbediente Titelnavigation ein, mit der Nutzer Vinyl‑Tracks aus bis zu 10 Metern Entfernung starten, stoppen, überspringen oder wiederholen können.
Die Konnektivität wird mit Bluetooth 5.3 (SBC‑Codec), RCA‑Ausgängen und einer integrierten, nicht umgehbaren Phono‑Vorstufe modernisiert, die auf das mitgelieferte MM‑System abgestimmt ist.
Das riemengetriebene Design nutzt einen DC‑Servomotor mit einem präzisen Motorsystem, das während der Wiedergabe geräuschlos bleibt und die Geschwindigkeiten 33⅓ und 45 U/min unterstützt.
In puristischen Kreisen dürfte der TS‑01 vor allem deshalb Diskussionen auslösen, nicht wegen dessen, was er hinzufügt, sondern wegen der Art der Umsetzung. Automatisierte Tonarmsteuerung und Titelindexierung wecken unweigerlich Bedenken hinsichtlich mechanischer Eingriffe in den Signalweg. CoolGeek beschreibt die Automatik jedoch als elektrisch und mechanisch inaktiv, sobald die Wiedergabe läuft. Sollte diese Aussage zutreffen, ähnelt die Designphilosophie der klassischen Quarz‑Lock‑Logik: aktive Korrektur nur bei Bedarf, danach Zurückhaltung. Damit rückt der TS‑01 näher an japanische Halbautomaten der späten Ära heran als an ständig aktive Mechaniken von Massenmarkt‑Plattenwechslern – ein Unterschied, der für Hörer mit sensibler Wahrnehmung niedriger Rauschpegel relevant ist.
Auch die integrierte Signalkette polarisiert. Eine fest verbaute interne Phonostufe, abgestimmt auf den mitgelieferten Tonabnehmer, vereinfacht Verstärkung und Lastanpassung, bindet den Nutzer jedoch an eine spezifische elektrische Beziehung. Aus audiophiler Sicht definiert dies den klanglichen Charakter des Plattenspielers ab Werk – bequem, aber wenig anpassungsfreundlich. Dieser Ansatz passt eher zu modernen Lifestyle‑Plattenspielern als zum traditionellen modularen Aufrüstpfad. Er deutet zudem darauf hin, dass CoolGeek Konsistenz über Experimentierfreude stellt und darauf setzt, dass weniger Variablen für den Zielhörer vorhersehbarere Ergebnisse liefern als maximale Systemflexibilität.
Material‑ und Tonarmwahl lassen jedoch ernsthaftere Ambitionen erkennen. Ein ABS‑Chassis tauscht die Masselade‑Philosophie von MDF oder Sperrholz gegen kontrollierte Dämpfung und Maßstabilität – eine Strategie, die bei kompakten Laufwerken für reale Wohnumgebungen zunehmend verbreitet ist. In Kombination mit einem Carbonfaser‑Arm und einem einfachen, aber gut bekannten Audio‑Technica‑Tonabnehmer scheint die Plattform eher auf gutmütige Abtastung und stabile Geometrie als auf ultimative Auflösung abgestimmt zu sein. In diesem Licht wirkt der TS‑01 weniger wie eine Neuheit und mehr wie der Versuch, Komfortfunktionen mit allgemein akzeptierten Analog‑Grundlagen zu versöhnen – ein Ansatz, der je nach Strenge der eigenen Vinyl‑Doktrin entweder als pragmatische Evolution oder als Ketzerei wahrgenommen wird.
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