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ÉCOUTE TH2, ein kabelloser Kopfhörer der zweiten Generation, startet auf Kickstarter, unterstützt vom kalifornischen Unternehmen ÉCOUTE und Chinas MorphoMFG, mit Fokus auf audiophile Röhrenverstärkung.
Das herausragende Merkmal ist die Dual-Trioden-Röhrenverstärkung mit Korg Nutube 6P1 und Dual-Mono-Ausgangsstufen, die den Klangcharakter des TH1 bewahrt, während die internen Komponenten neu gestaltet wurden.
Die Ingenieure konzentrierten sich auf Verbesserungen bei Komfort und Bedienbarkeit und versprechen eine tiefere Basswiedergabe sowie eine verbesserte Hochtonklarheit im Vergleich zum ursprünglichen TH1-Modell.
Was den TH2 in der aktuellen Kopfhörerlandschaft abhebt, ist nicht allein die bloße Präsenz einer Nutube, sondern die Art und Weise, wie ÉCOUTE sie Berichten zufolge in eine wirklich portable Architektur integriert hat. Die Korg Nutube 6P1 mit ihrem Niederspannungsbetrieb und der planaren Triodenstruktur wird typischerweise für ihre mikrodynamische Feinzeichnung gelobt, zugleich aber wegen ihrer Anfälligkeit für Mikrofonie kritisiert. Laut Projektdetails wurde das interne Layout grundlegend überarbeitet, was auf mechanische Entkopplung und eine überarbeitete Dämpfung rund um die Röhrenmodule hindeutet. Die Dual-Mono-Ausgangstopologie impliziert zudem getrennte Signalwege pro Kanal – eine Designentscheidung, die eher bei Desktop-Verstärkern als bei kabellosen Kopfhörern üblich ist und darauf abzielt, Übersprechen zwischen den Kanälen zu minimieren und die räumliche Präzision unter Last zu bewahren.
Aus technischer Sicht scheint die Neugestaltung weniger dem Streben nach Neuheit zu folgen als vielmehr der Verfeinerung elektrischer und akustischer Stabilität zu dienen. Die Beibehaltung der klanglichen DNA des TH1 bei gleichzeitiger Änderung des Gehäuses deutet auf Anpassungen bei Treiberbelastung, internem Volumen und möglicherweise der Schallwandgeometrie hin, um das harmonische Profil der Röhrenstufe besser zu ergänzen. Beobachter merken an, dass Nutube-basierte Designs häufig von einer leicht erhöhten Ausgangsimpedanz profitieren, die mit den Impedanzkurven der Treiber interagieren kann, um Bassstruktur und Hochtonabklingen zu formen. Der TH2 scheint sich bewusst auf dieses Verhalten einzulassen und die Kontrolle durch überarbeitete Verstärkerstufen zu straffen, anstatt auf grobe DSP-Korrekturen zu setzen.
Interessant ist auch der Kontrast zwischen ÉCOUTEs audiophil geprägter Design-Erzählung und der Beteiligung von MorphoMFG als Fertigungspartner. Letzteres deutet auf ein Streben nach engeren Toleranzen und besserer Reproduzierbarkeit hin – entscheidend, wenn es um Röhrenpaarung und thermisches Verhalten in einer geschlossenen, tragbaren Bauform geht. Sollte die Umsetzung wie beschrieben gelingen, besetzt der TH2 eine Nische, in der tragbarer Komfort auf traditionell stationäre Designphilosophien trifft, und spricht weniger Datenblatt-Maximalisten an als Hörer, die harmonische Struktur, Kanalintegrität und Langzeithörkomfort über reine Leistungswerte stellen.
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