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Creek Audio signalisiert auf der Bristol Hi‑Fi Show einen grundlegenden Neustart für 2026 und stellt die CYMATICS‑Lautsprecherplattform vor sowie eine neue Strategie für integrierte Verstärker in Aussicht.
Die CYMATICS‑Reihe startet mit CYMATICS 6 und wird später um CYMATICS 3 und 9 erweitert; im Fokus stehen eine skalierbare Systemhierarchie und vorhersagbares akustisches Verhalten in realen Räumen.
CYMATICS 6 ist ein passiver Zwei‑Wege‑Bassreflex‑Kompaktlautsprecher mit 25‑mm‑Aluminiumkalotten‑Hochtöner samt Waveguide und einem 171‑mm‑Custom‑Faser‑Tiefmitteltöner.
Zwischen den Zeilen von Creeks CYMATICS‑Ankündigung steht eine bewusste Abkehr vom aktuellen „Feature‑First“-Wettrüsten bei Lautsprechern. Während viele Wettbewerber DSP‑lastigen Aktivkonzepten und app‑zentrierten Ökosystemen hinterherjagen, setzt Creek erneut auf mechanische und elektrische Vorhersagbarkeit: kontrollierte Abstrahlung durch die waveguide‑geführte Kalotte, phasenbewusstes Weichenverhalten und eine Gehäuseabstimmung, die Resonanzen als zu managende Größe akzeptiert statt sie auszurotten. Forenkenner werden darin einen klassisch britischen Ansatz erkennen, eher im Geiste von Spendor oder ProAc als im messwert‑maximalistischen Drehbuch. Der Fokus auf gleichmäßige Leistungsabgabe und stabile Impedanz legt nahe, dass das Pflichtenheft für reale Räume und lange Hörsessions geschrieben wurde – nicht für Nahfeld‑Schreibtische oder Datenblatt‑Vergleiche.
Diese Philosophie erklärt auch, warum CYMATICS parallel zu Creeks Verstärker‑Neuausrichtung existiert und nicht davon getrennt ist. Ein passiver Lautsprecher mit gutmütigem elektrischem Temperament ergibt in Kombination mit einem konventionellen integrierten MOSFET‑Class‑A/B‑Verstärker deutlich mehr Sinn, insbesondere wenn dieser auf Stromlieferfähigkeit und thermische Stabilität statt auf Schlagzeilen‑Wattzahlen abgestimmt ist. Im Vergleich zu aktiven Referenzen wie ATCs SCM‑Serie tauscht Creeks Ansatz Systemintegration und ultimative Kontrolle gegen Flexibilität und Langlebigkeit – keine DSP‑Obsoleszenz, keine Firmware‑Abhängigkeit und die Freiheit, Systeme schrittweise aufzubauen. Ob das in einem Markt verfängt, der sich zunehmend an „All‑in‑One“-Lösungen gewöhnt hat, hängt von der Umsetzung ab; die technische Logik ist jedoch schlüssig.
Die größere Frage ist die Differenzierung. Kontrollierte Abstrahlung, Phasenabgleich und sinnvolle Lasten sind in diesem Segment Mindeststandard, und Creek betritt ein Feld voller gut abgestimmter, preislich attraktiver Kompaktlautsprecher. Die Wette scheint auf Synergie zu liegen: Lautsprecher, die von Beginn an auf die Ergänzung von Creek‑Verstärkung abgestimmt sind, statt isoliert zu beeindrucken. Sollten die kommenden Integris moderne Konnektivität bieten, ohne ihre analogen Grundlagen zu kompromittieren, könnte CYMATICS weniger wie ein später Einstieg in den Lautsprechermarkt wirken und mehr wie eine Rückkehr zu ganzheitlichem Systemdesign – etwas, das vielen Audiophilen im Mainstream‑Hi‑Fi seit Jahren fehlt.
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