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Cyrus Audio stellte den netzwerkfähigen Vollverstärker 80 AMP auf der Bristol Hi‑Fi Show 2026 vor, nachdem zuvor eine Vorschau der 80 Series auf der Munich High End gezeigt worden war.
Die Cyrus Audio 80 Series umfasst drei Komponenten im Full‑Size‑Format und markiert einen Wandel von kompakten Designs hin zu höherer Leistung, größerer Leistungsreserve und mehr klanglicher Autorität.
Im Gegensatz zum Münchner Prototyp erscheint der 80 AMP nun als fertiges Serienmodell, dessen Streaming‑Sektion vollständig implementiert und bereit für die Marktdemonstration ist.
Die Verlagerung des 80 AMP in ein Gehäuse in voller Breite wirkt wie mehr als eine rein ästhetische Neuausrichtung; sie deutet auf eine Neujustierung der Prioritäten im Inneren hin. Wo das kompakte Erbe von Cyrus oft dichte Layouts und thermische Kompromisse erforderte, ermöglicht das größere Chassis eine klarere Trennung zwischen Netzteil, Ausgangsstufe und niederpegeligen digitalen Sektionen. Aus ingenieurtechnischer Sicht führt dies typischerweise zu geringerer Rauschkopplung und stabileren Betriebstemperaturen – entscheidende Faktoren, wenn ein Vollverstärker sowohl hochstromfähige Verstärkung als auch dauerhaft aktive Netzwerkelektronik bewältigen soll. Das Ergebnis dürfte eine souveränere Wiedergabe unter Last sein, insbesondere bei anspruchsvollen Lautsprecherimpedanzen, statt des mitunter „klein, aber angestrengt“ wirkenden Charakters kompakter integrierter Designs.
Auch die Implementierung von BluOS verdient über den reinen Komfortaspekt hinaus eine nähere Betrachtung. In der Serienausführung lassen das präzise Clock‑Management der Plattform und der ausgereifte Software‑Stack darauf schließen, dass Cyrus die Streaming‑Sektion als ernstzunehmendes digitales Frontend positioniert und nicht als nachträgliches Zusatzfeature. Im Vergleich zu früheren netzwerkfähigen Verstärkern, bei denen Streaming oft eine Nebenrolle spielte, deutet die Architektur des 80 AMP auf einen stärker vereinheitlichten Signalweg hin, der in einem hochauflösenden Setup potenziell den Bedarf an externen Streamern reduziert. Branchenbeobachter sehen darin eine Ausrichtung auf eine wachsende Gruppe von Audiophilen, die System‑Einfachheit priorisieren, ohne Transparenz einzubüßen – insbesondere in Kombination mit hochwertigen DAC‑Stufen, die bereits für Netzwerk‑Wiedergabe optimiert sind.
Aus dieser Perspektive betrachtet, spiegelt der 80 AMP einen breiteren strategischen Wandel wider: weniger Fokus auf Miniaturisierung als Ausweis von Cleverness und mehr auf Stromlieferfähigkeit, Leistungsreserven und räumliche Autorität, die mit modernen Hörumgebungen mitwachsen. Der Auftritt in Bristol unterstreicht, dass die 80 Series kein bloßes inkrementelles Update ist, sondern eine Plattform, die klanglich mit klassischen Full‑Size‑Vollverstärkern konkurrieren will – bei gleichzeitiger Anerkennung, dass Netzwerk‑Audio heute eine Kernanforderung und kein optionales Extra mehr ist.
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