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Duran Durans ‘The Wedding Album’ von 1993 und ‘Thank You’ von 1995 erscheinen erstmals seit den Originalpressungen der 1990er wieder auf Vinyl.
Beide Alben erhalten über Warner aufgewertete 2LP‑Editionen auf schwarzem Vinyl, die die ursprünglichen Single‑LP‑Beschränkungen trotz Laufzeiten von 63 bzw. 54 Minuten korrigieren.
‘The Wedding Album’ markierte ein großes kommerzielles Comeback, erreichte Platz 4 in Großbritannien und Platz 7 in den USA, getragen von den Hits ‘Ordinary World’ und ‘Come Undone’.
Für Vinylhörer liegt die eigentliche Bedeutung hier nicht in Nostalgie, sondern in Geometrie. Beide Alben waren ursprünglich durch aggressive Seitenlängen kompromittiert, die konservative Schneidpegel und engeres Rillenpacking erzwangen. Die Verteilung auf vier Seiten lässt den Lack atmen: größere Rillensteigung, weniger Hochton‑Vorbetonung zur Rauschbekämpfung und hörbar ruhigere Innenrillen, wo Becken‑Ausklänge und Nick Rhodes’ geschichtete Synth‑Pads zuerst kollabieren. Erwartet stabilere Abbildung bei Titeln mit dichtem Mittenband‑Gehalt sowie Basslinien, die tiefer sitzen können, ohne das verräterische Weichzeichnen, das entsteht, wenn 30 Minuten auf eine Seite gepresst werden.
Es gibt zudem eine philosophische Linie in der Label‑Strategie. Diese Reissues passen zum jüngsten, schnörkellosen Ansatz für den späteren Katalog der Band: Standard‑schwarzes Vinyl, keine Remixe oder Archiv‑Aufpolsterung und eine Präsentation, die Vertrauen in die Kern‑Album‑Master signalisiert statt revisionistischer Eingriffe. Aus audiophiler Sicht ist das zweischneidig—keine alternativen Mixe zum Sezieren—doch es hält die Signalkette konzeptionell sauber und über die 1990er‑Titel hinweg konsistent, etwas, das Sammler schätzen, wenn sie ein stimmiges Regal aufbauen statt Varianten zu jagen.
Eine leise Implikation ist, wie dies die Vinyl‑Ära der Band insgesamt neu formt. Da der Großteil des Post‑EMI‑Katalogs bereits wieder verfügbar ist und frühere Alben aufgefrischt wurden, wirkt das Material der 1990er nicht länger wie ein Ausreißer, definiert durch Knappheit und kompromittierte Pressungen. Klanglich sollten diese neuen Editionen näher an modernen Erwartungen von Pegel, Trennung und Low‑End‑Autorität liegen—und damit weniger historisches Artefakt als vielmehr eine brauchbare Referenz‑Scheibe sein, insbesondere für Systeme, die Verdichtung schnell offenlegen. Es erinnert daran, dass das bedeutendste „Upgrade“ manchmal kein Remaster ist, sondern der Musik schlicht genug physischen Raum zu geben, um zu existieren.
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