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Epson bringt zwei Heimprojektoren auf den Markt: den Ultra-Short-Throw Lifestudio Grand Plus EH-LS970B/W am 12. März sowie den designorientierten EF-73 am 9. April in Japan.
Der EH-LS970B/W projiziert 120-Zoll-Bilder aus ca. 17,5 cm Entfernung, bis zu 150 Zoll, mit 3LCD, Laserlichtquelle, 4.000 Lumen Helligkeit und proprietärer 2‑achsiger 4K‑Enhancement-Technologie.
Der EH-LS970B/W unterstützt Google TV, Wi‑Fi 6E, Bluetooth 5.2, drei HDMI‑Ports mit eARC, 20 ms niedrige Latenz fürs Gaming und 2.1‑Kanal‑BOSE‑Lautsprecher mit 20 W.
Epsons Ansatz teilt sich klar in zwei Denkschulen: kompromissloses Wohnzimmerkino versus domestizierte Lifestyle‑Anzeige. Das Ultra‑Short‑Throw‑Modell setzt stark auf optische Disziplin statt allein auf digitale Tricks. Jenseits der Pixel‑Shifting‑Schlagzeile liegen die praktischen Vorteile im Mechanischen – seitlich angebrachte Fokussteuerung ohne Menü‑Tauchen, app‑gestützte geometrische Korrektur bei nicht perfekter Möbelplatzierung sowie ein Näherungssensor, der die Lichtleistung drosselt, wenn jemand den Strahl kreuzt. Auch Geräusch‑ und Thermomanagement sind aufschlussreich; der niedrige Geräuschpegel und das üppige Leistungsbudget unterstreichen, dass es sich um ein Laser‑System handelt, das auf dauerhafte Helligkeit statt auf kurzzeitige „Datenblatt“-Spitzen ausgelegt ist. In Forenbegriffen ist es der Unterschied zwischen einem Projektor, der Tageslichtbetrieb ohne Kontrasteinbruch toleriert, und einem, der ihn nur überlebt.
Die Audiointegration zeigt eine ähnliche Pragmatik. Das von BOSE abgestimmte 2.1‑Layout jagt keinen Hi‑Res‑Fantasien nach, doch der dedizierte Woofer verleiht Dialogen und Effekten eine Dichte, die sinnvoll mit eARC zu einer externen Kette passt. Auch das Latenz‑Handling ist eher auf Couch‑Gaming als auf E‑Sport‑Bravour ausgelegt – automatisches ALLM‑Verhalten und konsistentes Frame‑Pacing zählen hier mehr als plakative Bildwiederholraten. Aus Systemsicht deuten die großzügige I/O‑Ausstattung und der optische Digitalausgang darauf hin, dass Epson diesen Projektor weiterhin als Teil eines größeren AV‑Ökosystems sieht, nicht als dessen Ersatz.
Der EF‑73 hingegen wirkt wie eine destillierte Ausprägung von Epsons 3LCD‑Philosophie. Die RGB‑LED‑Lichtquelle tauscht rohe Leuchtdichte gegen spektrale Stabilität und Farbtreue, verstärkt durch den Fokus der TRIPLE CORE ENGINE auf Sättigung ohne die Laser‑„Schärfe“, die manche Zuschauer als ermüdend empfinden. Die weiten Projektionswinkel und das geringe Gewicht laden zu unkonventioneller Platzierung ein – Bücherregale, Beistelltische, sogar Hochformat‑Setups – während die Qi‑Ladestation und der zurückhaltende Energiebedarf für Always‑on‑Komfort statt cineastische Dominanz stehen. Klanglich sorgen die zwei passiven Radiatoren für Wärme und Größe jenseits ihrer Wattzahl und passen zu Nahfeld‑Hörsituationen, in denen tonale Balance wichtiger ist als maximaler Schalldruck. Zusammengenommen zeichnen beide Modelle eine stimmige Produktlinie: ein Projektor, der einen Raum verankert, und einer, der in ihm verschwindet.
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