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Fiio Disc (Snowsky Disc) ist ein kompakter tragbarer Musikplayer, der Discman‑Nostalgie mit modernem Design verbindet und ein schlankes Gehäuse aus Aluminiumlegierung sowie einen runden Touchscreen bietet.
Die Audioleistung basiert auf zwei Cirrus Logic CS43131 DACs mit bis zu 280 mW Ausgangsleistung, die eine breite Palette an Kopfhörern antreiben können.
Zur Konnektivität zählen Wi‑Fi, bidirektionales USB‑Audio, LDAC‑Bluetooth und AirPlay sowie die Nutzung als USB‑DAC für Computer und Mobilgeräte.
Unter der nostalgischen Hülle ist der Disc eher als Übung moderner stromsparender Digitalarchitektur interessant denn als bloße Design‑Hommage. Der Einsatz zweier CS43131‑Wandler deutet auf einen vollständig differentiellen Signalpfad statt einfacher Kanalduplizierung hin und signalisiert Fiios Absicht, Rauschboden und Übersprechen in einem sehr kompakten Gehäuse unter Kontrolle zu halten. Der DAC von Cirrus Logic ist in Foren für sein etwas sanfteres Transientenverhalten im Vergleich zu mobilen ESS‑Chips bekannt und passt hier gut zur Positionierung des Disc als entspannter, musikalischer Player statt als hyperanalytischer. Das Aluminiumchassis ist nicht nur kosmetisch; es dient auch als passive Abschirmung und thermische Stabilisierung, was wichtig ist, wenn Wi‑Fi‑Funkmodule und DACs in unmittelbarer Nähe koexistieren.
Wo sich frühe Diskussionen unterscheiden, ist das Interface‑Konzept selbst. Der runde Touchscreen ist visuell auffällig, erzwingt aber vor allem eine vereinfachte UI‑Logik, die albumzentrierte Navigation gegenüber einer Fixierung auf Dateibäume begünstigt. Das steht im Kontrast zu eher utilitaristischen DAPs, die tiefe Einstellungsmenüs und endlose Filter priorisieren. Fiio scheint darauf zu setzen, dass ein gestrafftes Interaktionsmodell, gepaart mit breiter Protokollunterstützung, für einen Pocket‑Player sinnvoller ist, der ebenso häufig als digitaler Transport oder USB‑DAC wie als eigenständige Quelle genutzt wird. Die Einbindung softwarebasierter „Retro“‑Verarbeitung unterstreicht diese Philosophie: Es geht weniger um Genauigkeitspurismus als um klangliche Varianten, ohne sich auf schwere DSP‑Ketten festzulegen, die Latenz oder Stabilität beeinträchtigen könnten.
Aus technischer Sicht bewegt sich der Disc in einem ungewöhnlichen Zwischenraum zwischen klassischen DAPs und modernen smarten Audio‑Knoten. Manche Quellen rahmen ihn primär als Lifestyle‑Gerät, doch die Hardwareentscheidungen sprechen dagegen: Die Unterstützung fortschrittlicher Wireless‑Codecs und netzwerkbasierter Wiedergabe legt einen klaren Fokus auf Taktstabilität und den Umgang mit digitalen Eingängen, Bereiche, die bei Einsteiger‑Playern oft vernachlässigt werden. Statt Extremwerte im Datenblatt zu jagen, scheint Fiio auf Kohärenz optimiert zu haben — die Abstimmung von DAC‑Topologie, Stromversorgung und UI‑Beschränkungen in einem Gerät, das sich bewusst limitiert anfühlt, intern jedoch durchdacht ist. In diesem Sinne ist der Disc weniger ein Rückblick als ein Kommentar dazu, wie viel Funktionalität sich verdichten lässt, bevor Portabilität die Klangqualität zu untergraben beginnt.
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