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Gold Note PH-5.2 ist ein neuer italienischer MM/MC-Phonovorverstärker, der den PH-5 weiterentwickelt und die Philosophie der Marke einer originalgetreuen, aufnahmegetreuen analogen Wiedergabe stärkt.
Das neu gestaltete, eloxierte Aluminiumgehäuse minimiert magnetische Wechselwirkungen und Mikrointerferenzen und sorgt für einen niedrigeren Rauschpegel, bessere Detailauflösung und eine natürlichere musikalische Darstellung.
Eine aufgerüstete Netzteilarchitektur verbessert Stabilität und Kontrolle, was zu strafferem Bass, saubereren Höhen und einem kohärenten Klang bei komplexen, dynamisch anspruchsvollen Passagen führt.
Auf Schaltungsebene positioniert sich der PH-5.2 bewusst als leises Design mit großen Reserven und nicht als „heißer“ Phonovorverstärker, der auf maximale Verstärkung für Schlagzeilen aus ist. Die grundlegende Gain-Struktur – 40 dB für MM und 60 dB für MC, ergänzt durch feine Zusatzstufen – deutet auf einen konservativen Ansatz hin, der darauf abzielt, Headroom und Linearität über ein breites Spektrum an Tonabnehmern zu bewahren. Mit einem angegebenen Dynamikumfang von 105 dB und einem Klirrfaktor von unter 0,05 % bei 1 kHz weisen die Messwerte auf geringe Gegenkopplungsbelastung und stabile Arbeitspunkte hin, was sich häufig in saubereren Transienten und weniger Körnigkeit bei dichten Passagen bemerkbar macht. Die ungewöhnlich niedrige Ausgangsimpedanz von 50 Ohm, kombiniert mit RCA- und XLR-Ausgängen, zeigt, dass der PH-5.2 für den problemlosen Betrieb mit langen Kabelwegen oder vollständig symmetrischen nachfolgenden Stufen ohne klangliche Verschiebungen ausgelegt ist.
Die Flexibilität bei der Lastanpassung ist ein weiterer Bereich, in dem das Design eher als tonabnehmerunabhängig denn als auf einen engen Sweet Spot abgestimmt erscheint. Ein weiter Impedanzbereich von 10 Ohm bis 47 kOhm ermöglicht es, sowohl niederohmige MC-Systeme mit anspruchsvollen elektrischen Dämpfungsanforderungen als auch klassische MM-Konstruktionen mit hoher Induktivität ohne externe Widerstandsstecker optimal anzupassen. Aus ingenieurtechnischer Sicht ist dieser Bereich nur dann sinnvoll, wenn die Eingangsstufe über alle Einstellungen hinweg ein konsistentes Rauschverhalten beibehält; andernfalls bleibt die theoretische Flexibilität akademisch. Das veröffentlichte Signal-Rausch-Verhältnis von 89 dB legt nahe, dass Gold Note eine gleichmäßige Rauschperformance priorisiert hat, anstatt für eine einzelne „Hero“-Konfiguration zu optimieren.
Der optionale erweiterte Bandbreitenmodus bis 50 kHz zielt weniger auf die Wiedergabe von Ultraschallanteilen als vielmehr auf das Phasenverhalten im hörbaren Bereich ab – ein Punkt, der in audiophilen Kreisen häufig diskutiert wird. Eine Linearität von ±0,3 dB über einen derart weiten Frequenzbereich setzt eine sorgfältige Filterimplementierung voraus, die sich in stabilerer Abbildung und geringerem Zeitbereichsverschmieren auch unterhalb von 20 kHz niederschlagen kann. In diesem Sinne fügt sich der PH-5.2 in die übergeordnete Philosophie von Gold Note ein, die man auch in höheren Modellen findet: Entzerrung und Bandbreitenkontrolle als Rekonstruktionswerkzeuge zu begreifen und nicht als klangformende Abkürzungen. Für Hörer mit gemischten Vinylsammlungen – modernen Pressungen ebenso wie Archivmaterial – deuten die technischen Entscheidungen auf einen Phonovorverstärker hin, der sich anpasst, ohne zu kommentieren.
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