Erhalte den wöchentlichen HiFi-Überblick — neue Geräte, Lesetipps und Angebote.

Hi-Unit startet am 18. Februar einen Semi-Custom-Druckservice, der es ermöglicht, Logos oder Designs direkt auf Ohrhörer zu drucken – bereits ab einer einzelnen Einheit.
Der Service richtet sich an Hi-Unit-Ohrhörer, unterstützt zunächst das Modell BTW-A3800 und ist ausschließlich über den offiziellen Direktvertrieb der Website des Unternehmens verfügbar.
Kundinnen und Kunden können nur einen individuell gestalteten Ohrhörer bestellen, wodurch Mindestabnahmemengen entfallen und eine flexible Nutzung für Prototypen, Gedenkartikel oder limitierte Editionen möglich wird.
Aus Hardware-Sicht ist der interessante Aspekt nicht die Personalisierung selbst, sondern wie Hi-Unit den Druck in ein bestehendes akustisches Design integriert, ohne dessen Abstimmung zu verändern. Direktes Bedrucken eines Ohrhörergehäuses impliziert in der Regel einen oberflächlichen Prozess – häufig UV- oder harzbasiert –, der die Gehäusedicke und Dämpfungseigenschaften berücksichtigen muss. Bei kompakten kabellosen Designs wie dem BTW-A3800 können selbst kleine Änderungen der Massenverteilung oder der Oberflächenbeschichtung das Resonanzverhalten in den oberen Mitten oder Höhen beeinflussen. Die Entscheidung von Hi-Unit, den Service auf ein einzelnes etabliertes Modell zu beschränken, deutet darauf hin, dass das Unternehmen validiert hat, dass die zusätzliche Farbschicht weder die Düsenjustierung, die Belüftung noch die RF-Transparenz rund um den Antennenbereich beeinträchtigt – allesamt häufige Fallstricke bei Modifikationen fertiger Gehäuse.
Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist die Positionierung dieses Services zwischen voll kundenspezifischen IEMs und massenproduzierten Farbvarianten. Vollständige Reshells oder kundengeformte Einheiten gehen bei kleiner Skalierung typischerweise mit Kompromissen bei Treiberabgleich und Frequenzweichenabstimmung einher, während der Ansatz von Hi-Unit die interne akustische Architektur unangetastet lässt. Aus audiophiler Sicht bleibt damit die bekannte Klangsignatur erhalten, während eine kosmetische Differenzierung möglich wird – ein Ansatz, der eher an Boutique-Faceplate-Anpassungen als an echte CIEM-Workflows erinnert. Im Vergleich zu Gravur oder Laserätzung vermeiden gedruckte Grafiken zudem Mikrospannungen im Gehäusematerial, was bei härteren Kunststoffen über längere Nutzungszeiträume relevant sein kann.
Aus einer breiteren Branchenperspektive betrachtet testet Hi-Unit offenbar ein Fertigungsmodell, das Flexibilität über Volumeneffizienz stellt. Marken meiden häufig Individualisierung in kleinen Stückzahlen aufgrund von Rüstkosten und Ertragsschwankungen, doch digitale Druckpipelines reduzieren diesen Aufwand. Sauber umgesetzt, könnte dies einen Wandel hin zu modularerer Personalisierung im Consumer-Audio-Bereich signalisieren – bei der die Ästhetik konfigurierbar wird, ohne die Akustik in experimentelles Terrain zu ziehen. Für Enthusiasten, denen reproduzierbares Tuning und vorhersehbare Passform wichtig sind, ist diese Trennung von Form und Funktion arguably die bedeutendste Erkenntnis.
Neue Geräte, lesenswerte Artikel und Angebote — jeden Freitag.

* Queen veröffentlichen am 27.

* Audio Research I/55 ist ein kompakter Röhren-Vollverstärker, abgeleitet vom I/70 und Nachfolger des I/50, ausgerichtet auf High-End-Hörer, die klassischen Rö…

* ToxFreeLife testete 81 Kopfhörermodelle von Marken wie Sony, Apple, JBL, Bose, Samsung und Temu aus europäischen Einzelhandels- und Online-Marktplätzen.

* Audio-Technica bringt die USB-C-kabelgebundenen Ohrhörer ATH-CKD7NC am 27.