Erhalte den wöchentlichen HiFi-Überblick — neue Geräte, Lesetipps und Angebote.

HiBy W4 kombiniert DAC und Kopfhörerverstärker mit auffälligem Design und bietet Clip- sowie magnetische MagSafe‑ähnliche Befestigung für flexible Anbringung überall.
Der integrierte 1500‑mAh‑Akku und der Uncharge‑Modus deaktivieren die Stromversorgung vom Smartphone, verlängern die Wiedergabezeit und reduzieren elektrische Störungen und Interferenzen.
Ein 2‑Zoll‑Touchscreen zeigt im Bluetooth‑Modus Albumcover an und ermöglicht Pairing, Wiedergabe- und Einstellungssteuerung – bei tragbaren DAC/Amps noch immer selten.
Was an der Architektur des W4 besonders auffällt, ist weniger die Schlagzeilen-taugliche Komponentenliste als vielmehr die konservative Art, wie HiBy die Signalkette zusammengestellt hat. Die Wahl von Cirrus‑Logic‑Silizium deutet auf eine Abstimmung hin, die stärker auf Linearität bei niedrigen Pegeln und mikrodynamische Feinzeichnung als auf brachiale Durchsetzungskraft setzt – ganz im Einklang mit der portablen Tradition der Marke. Zwei getrennte Taktbereiche für ganzzahlige Abtastraten legen nahe, dass man asynchrone Wandlungsartefakte minimieren will, statt sich auf starke PLL‑Korrekturen zu verlassen. Ein Detail, das vor allem bei hochauflösendem PCM und nativer DSD‑Wiedergabe relevant ist. In der Praxis wird diese Art von Takt‑Disziplin häufig mit saubereren Transienten und weniger „digitalem Schleier“ in den oberen Lagen in Verbindung gebracht – ein Ansatz, der sich von Dongle‑DAC/Amps unterscheidet, die eher auf Oversampling und softwareseitige Kompensation setzen.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist, wie HiBy den W4 zwischen kabelgebundener Puristik und moderner drahtloser Bequemlichkeit positioniert. Der Einsatz von Qualcomms neuerer Bluetooth‑Plattform rückt das Gerät näher an zeitgemäße TWS‑Innereien als an ältere Empfängermodule heran, was die Erwartungen an Latenzmanagement und HF‑Stabilität in dicht belegten Umgebungen verändert. Aus Sicht des Systemdesigns adressiert das Auslagern von Stromversorgung und HF‑Rauschen weg vom Smartphone bei gleichzeitig voller Transportkontrolle eine häufige Kritik mobiler Audiophiler: dass das Telefon selbst zum schwächsten Glied wird. Es geht hier weniger um theoretische Auflösung als um die Wahrung der Signalintegrität unter realen Bedingungen – U‑Bahn‑Fahrten, gestapelte Geräte und variable Erdungen.
Im Vergleich zu ähnlich bepreisten tragbaren DAC/Amps wirkt der W4 weniger wie ein abgespecktes Zubehör und mehr wie ein eigenständiger Wiedergabeknoten, der zufällig mehrere Eingänge akzeptiert. Die integrierte Benutzeroberfläche verlagert die Interaktion weg vom Host‑Gerät, was subtil beeinflusst, wie Lautstärkeregelung, Gain‑Staging und Codec‑Aushandlung gehandhabt werden. Für Hörer mit empfindlichen Multi‑Treiber‑IEMs kann diese Trennung ebenso wichtig sein wie die reine Ausgangsleistung, da sie die Abhängigkeit von OS‑Mixern und Resamplern reduziert. Statt einer Jagd nach Datenblatt‑Dominanz scheint HiBy auf Kohärenz zu setzen: einen eng kontrollierten Signalpfad, der sich sowohl im kabelgebundenen als auch im drahtlosen Betrieb vorhersehbar verhält.
Neue Geräte, lesenswerte Artikel und Angebote — jeden Freitag.

* Queen veröffentlichen am 27.

* Audio Research I/55 ist ein kompakter Röhren-Vollverstärker, abgeleitet vom I/70 und Nachfolger des I/50, ausgerichtet auf High-End-Hörer, die klassischen Rö…

* ToxFreeLife testete 81 Kopfhörermodelle von Marken wie Sony, Apple, JBL, Bose, Samsung und Temu aus europäischen Einzelhandels- und Online-Marktplätzen.

* Audio-Technica bringt die USB-C-kabelgebundenen Ohrhörer ATH-CKD7NC am 27.