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Huawei wird die FreeBuds Pro 5 am 26. Februar in Madrid global vorstellen, kurz vor dem MWC 2026, nach dem ersten Start in China im November.
Jeder Earbud nutzt ein Dual‑Treiber‑Akustiksystem, liefert klareren, volleren Klang und unterstützt AAC, SBC, LDAC sowie Huaweis L2HC‑Codecs.
Verlustfreies kabelloses Audio wird über die Huawei NearLink‑Technologie ermöglicht, mit Übertragungsraten von bis zu 4,6 Mbps für hochauflösende Wiedergabe.
Aus technischer Sicht wirken die FreeBuds Pro 5 weniger wie ein routinemäßiges Update und mehr wie Huaweis konsequente Vertiefung der vertikalen Integration. Die Dual‑Treiber-Topologie deutet auf eine klassische Arbeitsteilung hin: eine dynamische Einheit für druckvolle Tiefen und ein sekundärer Wandler, der auf obere Mitten und präzise Höhen abgestimmt ist. In audiophilen Begriffen bedeutet das in der Regel bessere Phasenkontrolle rund um den Übergabepunkt und eine sauberere Transientenwiedergabe – vorausgesetzt, das DSP ist kompetent. Interessant ist, wie Huawei dieses akustische Layout mit eigenem Silizium koppelt: Der Kirin A3 übernimmt nicht nur die Geräuschreduzierung, sondern fungiert effektiv als zentrales Gehirn für Echtzeit‑Signalkorrektur, näher an dem, was Sony und Apple mit ihren proprietären Chips machen, als an generischen Bluetooth‑Lösungen.
NearLink ist der Punkt, an dem die Meinungen auseinandergehen. Einige Quellen sehen darin vor allem eine verlustfreie Transportebene, doch seine eigentliche Bedeutung liegt in der Latenzstabilität und dem Bandbreitenpuffer gegenüber herkömmlichen Bluetooth‑Stacks. Dieser Spielraum erlaubt es Huawei, bei der internen Verarbeitung aggressiver vorzugehen – adaptiver EQ, räumliche Hinweise und Multi‑Mic‑ANC – ohne die Funkverbindung zu überlasten. In diesem Sinne geht es bei der Codec‑Unterstützung weniger um Checklisten als um eine elegante Degradation, wenn die Earbuds mit Nicht‑Huawei‑Geräten gekoppelt sind. Audiophile werden das als vertrauten Kompromiss erkennen: maximale Leistung im Ökosystem, vorhersehbares, aber etwas eingeschränktes Verhalten außerhalb davon.
Auch die Designentscheidungen zeigen Prioritäten. Ein In‑Ear mit Stiel und IP67‑Zertifizierung ist weiterhin selten und deutet darauf hin, dass diese nicht nur fürs Pendeln, sondern auch für härtere, schweißintensive Einsätze abgestimmt sind, bei denen Belüftung und Druckmanagement kritisch werden. Das beeinflusst zwangsläufig die akustische Dämpfung und die Bassabstimmung, was erklären könnte, warum Huawei Kontrolle und Klarheit stärker betont als schiere Tieftonwucht. Insgesamt scheinen die FreeBuds Pro 5 weniger als Lifestyle‑Earbuds positioniert zu sein und mehr als technisch ambitionierter Versuch, die Grenze zwischen Mainstream‑True‑Wireless und enthusiastischem portablen Audio zu verwischen.
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