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IMAX wird Formel-1-Rennen in US-Kinos live streamen – im Rahmen einer Partnerschaft mit Apple, um Inhaltsengpässe zu überbrücken und über das klassische Filmprogramm hinaus zu expandieren.
Fünf Grands Prix – Miami, Monaco, Silverstone, Monza und Austin – werden vom 3. Mai bis 25. Oktober 2026 live in mindestens 50 IMAX-Kinos gezeigt.
Die Vereinbarung gilt ausschließlich für die USA, wo Apple TV die Übertragungsrechte an der Formel 1 hält; parallel werden die Rennen auch über die Apple-TV-App mit regulären Abonnements gestreamt.
Aus technischer Sicht belastet die Live-Übertragung der Formel 1 die Kinoinfrastruktur ganz anders als Spielfilme. Die aktuellen Lasersysteme von IMAX – insbesondere Dual-Laser-Installationen – erreichen Spitzenhelligkeiten von über 22 fL auf riesigen Leinwänden und bieten eine stabilere Kontrastdarstellung als ältere Xenon-Systeme. Das ist entscheidend bei sonnendurchfluteten Streckenaufnahmen, reflektierenden Fahrzeugoberflächen und schnellen Belichtungswechseln. Auch die Bewegungsdarstellung ist ein oft übersehener Vorteil: Moderne IMAX-Pipelines sind auf die Wiedergabe hoher Bildraten optimiert und reduzieren das Sample-and-Hold-Unschärfeproblem, das schnelle Schwenks bei Sportübertragungen sonst häufig beeinträchtigt. Im Vergleich zu Dolby Cinema, das auf tiefe Schwarztöne und aggressives HDR-Tone-Mapping setzt, priorisiert IMAX schiere Bildgröße und zeitliche Klarheit – für den Motorsport arguably besser geeignet, da das Geschwindigkeitsempfinden wichtiger ist als feine Schattendetails.
Beim Ton wird das Experiment besonders interessant für Hi-Fi-orientierte Zuschauer. Live-Formel-1-Mischungen sind extrem dicht: breitbandiges Motorengeräusch, schnelle Transienten durch Gangwechsel und konstante räumliche Bewegung, wenn Fahrzeuge an Streckenmikrofonen vorbeifahren. Das 12-Kanal-Layout von IMAX ist zwar weniger objektbasiert als Dolby Atmos, bietet jedoch sehr hohe Dynamikreserven und einen gleichmäßigen Schalldruckpegel in großen Sälen. Das ermöglicht eine sauberere Wiedergabe dauerhaft hoher Motordrehzahl-Harmoniken ohne Kompressionsartefakte oder Ermüdung des Publikums. Die Herausforderung liegt jedoch vorgelagert im Signalweg: niedrige Latenzen und hohe Bitraten bis in die Kinos aufrechtzuerhalten, ohne aggressives Dynamikmanagement, das sonst die körperliche Wucht der für die Formel 1 typischen Klanglandschaften abschwächen würde.
In der Branche gehen die Meinungen darüber auseinander, was dieser Schritt letztlich bedeutet. Die einen sehen Live-Sport als Übergangslösung, bis sich die Kinostarts wieder normalisieren; die anderen als strukturelle Neuausrichtung hin zu ereignisbasiertem Kino, ermöglicht durch längere Wartungsintervalle und geringere Betriebskosten der Laserprojektion. Der Hinweis auf künftige LED-Kinowände deutet auf noch höhere Spitzenhelligkeiten und Bildwiederholraten hin, auch wenn die aktuelle Wirtschaftlichkeit dies noch begrenzt. Gleichzeitig wirft Apples breiteres Ökosystem Fragen nach Konvergenz statt Verdrängung auf – Präsentation im Kinomaßstab versus ultrapersönliche immersive Formate. Wenn überhaupt, wird die Formel 1 zu einem technischen Testsignal: eine schonungslos ehrliche Möglichkeit, die Stärken und Schwächen moderner Premium-Kinochains offenzulegen.
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