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Marantz stellt eine gestufte A/V-Separates-Produktlinie vor – AV10/20/30-Prozessoren und AMP10/20/30-Endstufen – zur Unterstützung skalierbarer, frei kombinierbarer Heimkinosysteme bis zu 9.4.6 Dolby Atmos.
Die neuen Modelle AV30 und AMP30 bilden den zugänglichsten Einstieg und bieten 11.4-Kanal-Verarbeitung, sechskanalige Verstärkung und Performance auf Referenzniveau in einem verfeinerten, modernen Industriedesign.
Alle Marantz A/V-Separates werden in Japan in den Shirakawa Audio Works entwickelt und gefertigt und einzeln von Sound Master Yoshinori Ogata auf Abstimmungsgenauigkeit und Konsistenz zertifiziert.
Was bei dieser Generation der Marantz-Separates auffällt, ist weniger die reine Kanalarithmetik als vielmehr, wie bewusst die Plattform die Signalintegrität beim Skalieren der Systeme behandelt. Die Prozessoren teilen sich eine gemeinsame digitale Architektur und DAC-Topologie, wodurch tonale Balance und Transientenverhalten konsistent bleiben – unabhängig davon, ob das System bei einer Einstiegskonfiguration endet oder zu einem vollständig ausgearbeiteten immersiven Layout erweitert wird. Hier zeigen die HDAM-basierten Analogstufen ihre größere Bedeutung jenseits von Marketing-Stichpunkten: höhere Slew-Raten und größere Stromlieferfähigkeit bewahren die Mikrodynamik, selbst wenn Raumkorrektur, Bassmanagement und die Summierung mehrerer Subwoofer hinzukommen. In der Praxis adressiert dies eine langjährige audiophile Kritik, wonach große Atmos-Systeme zwar räumlich beeindruckend, klanglich jedoch harmonisch eingeebnet wirken.
Gleichzeitig ist ein bemerkenswerter philosophischer Wandel gegenüber der Ära der „Statement-Racks“ im High-End-Heimkino erkennbar. Anstatt visuelle Dominanz oder exotische Gehäuse-Exzesse zu verfolgen, setzt Marantz auf Symmetrie, Erdung und Rauschkontrolle als funktionale Designentscheidungen. Die modulare Verstärkerstrategie – mehrere identische Leistungsblöcke statt eines einzelnen massiven Mehrkanal-Monolithen – hält das thermische Verhalten unter realen Lasten berechenbar und minimiert Übersprechen. In Forendiskussionen wird oft Class D gegen Class A/B gestellt, doch das interessantere Detail liegt hier in der Stabilisierung der Ausgangsstufen durch diskrete analoge Pufferung. Sie verleiht diesen Endstufen eine Dichte und Kontrolle, die die spröde Schärfe vermeidet, welche manche mit leistungsstarken Mehrkanaldesigns verbinden.
Aus Sicht der Systemplanung zeigt die Produktlinie ein Verständnis dafür, dass moderne Heimkinos niemals wirklich abgeschlossen sind. Unabhängige Subwoofer-Routing-Optionen, Kompatibilität mit fortschrittlicher Raumoptimierung und vollbandbreite Videodurchleitung dienen weniger dem Spezifikationswettlauf als vielmehr der Langlebigkeit, während sich Formate und Displays weiterentwickeln. Wettbewerber beschreiben dies als „Luxury Minimalism“, technisch betrachtet ist es jedoch eher disziplinierte Ingenieurskunst – mit Priorität auf Taktstabilität, Netzteilisolation und vorhersehbarer Gain-Struktur statt auf neuartige Features. Das Ergebnis ist ein Separates-Ökosystem, das sich eher wie ein skaliertes Hi‑Fi-System als wie ein klassischer AVR-Ersatz anfühlt und Hörer anspricht, denen Kohärenz und Textur ebenso wichtig sind wie Immersion.
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