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Der Maxell‑gebrandete MXCR-200 CD‑Radio‑Kassettenrecorder startet am 25. Februar, kostet ¥17.800 im Direktverkauf und integriert CD‑, Radio‑, Kassetten‑, USB‑, microSD‑ und Bluetooth‑Wiedergabe.
Das Design fokussiert auf die Bewahrung von Musik auf Kassette und schlägt eine Brücke zwischen analoger Wärme und digitalen Quellen, um medienübergreifende Aufnahmen und individuelle Hörstile zu ermöglichen.
Unterstützt MP3‑Wiedergabe von USB‑Speichern und microSD‑Karten sowie die Aufnahme von CD‑ oder Kassettenaudio auf digitalen Speicher zur einfachen Archivierung.
Aus technischer Sicht liest sich der MXCR-200 weniger wie ein Nostalgieprodukt und mehr wie ein Signal-Routing-Hub, der zufällig über ein Kassettenlaufwerk verfügt. Die Betonung auf bidirektionalem Bluetooth ist dabei besonders aufschlussreich: Drahtlos wird nicht nur als bequemer Eingang, sondern auch als Ausgangspfad verstanden, was das Gerät als Brücke zwischen Legacy-Medien und modernen Hörketten neu positioniert. Für Kassettenliebhaber bedeutet dies, dass das Tape-Transportwerk kein isolierter Endpunkt mehr ist; es wird zu einem Knoten in einem größeren Ökosystem, in dem digitale Quellen gezielt auf Band „gedruckt“ und anschließend entweder akustisch oder über moderne Kopfhörer überwacht werden können, ohne den grundlegenden Workflow zu verändern.
Auffällig an der Designphilosophie ist die Gleichstellung von analogem und dateibasiertem Medium. Die Möglichkeit, Material zwischen physischem Band und entnehmbarem Flash-Speicher hin und her zu bewegen, deutet auf eine interne Architektur hin, die auf flexible A/D- und D/A-Stufen statt auf eine feste Wiedergabehierarchie setzt. Das passt zu einem wachsenden audiophilen Interesse am Archivieren und Kuratieren persönlicher Sammlungen – Kassette nicht nur als Retro-Wiedergabeformat, sondern als klanglichen Filter mit eigenem Charakter zu nutzen und das Ergebnis anschließend in komprimierter digitaler Form für die Portabilität zu bewahren. Das integrierte Mikrofon weist zudem auf eine pragmatische Aufnahmehaltung hin, näher an klassischen Radio-Kassettenrecordern als an Lifestyle-Bluetooth-Lautsprechern.
Interessant ist auch der Kontrast zwischen konzeptioneller Erzählung und praktischer Umsetzung. Während die Produktkommunikation stark auf die „Wärme“ des Kassettenklangs setzt, deuten die Hardware-Entscheidungen eher auf Komfort und Interoperabilität als auf puristische Analog-Performance hin. Moderate Verstärkung und kompakte Fullrange-Treiber sprechen für Nahfeld- oder Gelegenheitsnutzung statt für raumfüllende Ambitionen und unterstreichen die Idee, dass es bei diesem Gerät um Prozess und Bewahrung geht, nicht um absolute Klangtreue. In diesem Sinne besetzt der MXCR-200 eine Nische, in der haptischer Medienumgang, leichtes digitales Archivieren und modernes drahtloses Hören zusammenlaufen – ein Ansatz, der vermutlich Enthusiasten anspricht, die Format-Hybridität ebenso schätzen wie die Klangqualität selbst.
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