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Mission’s 778‑Series ist ein kompaktes, retroinspiriertes Hi‑Fi‑System – Streamer, CD‑Transport und integrierter Verstärker – ausgelegt auf hohe Musikalität bei minimalem Platzbedarf.
Einheitliche Aluminiumgehäuse erinnern an die Mission 778 der 1980er‑Jahre, mit großen Drehreglern, identischen Abmessungen und einer Konstruktion, die auf mechanische Stabilität und Kanaltrennung abzielt.
Der 778S‑Streamer nutzt Silent‑Angel‑Netzwerktechnik, einen ESS Sabre ES9038Q2M DAC und Upsampling auf 352,8/384 kHz; unterstützt PCM bis 768 kHz/32‑Bit und DSD512.
Jenseits der nostalgisch geprägten Fassade liest sich die 778‑Series wie eine bewusste Übung in systemischer Entwicklung statt als Stapel lose verwandter Kästen. Missions Fokus auf gemeinsame Gehäusegeometrie ist nicht nur kosmetisch; identische Grundflächen vereinfachen mechanische Erdung und Kabelführung und reduzieren asymmetrische Schwingungspfade, die sich in kompakten Systemen häufig einschleichen. Deutschsprachige Berichterstattung betont die Konzentration auf mechanische Ruhe und elektrische Trennung, was in der Praxis auf eine sorgfältige Innenarchitektur hindeutet – kurze Signalwege, getrennte Versorgungsdomänen und minimale gegenseitige Beeinflussung zwischen digitalen und analogen Stufen. Dieser Ansatz steht im Kontrast zu vielen lifestyle‑orientierten Minisystemen, bei denen Integration Vorrang vor innerer Disziplin hat.
Aus technischer Sicht zeigt das digitale Frontend eine klare Rollenverteilung. Die gemeinsam mit Silent Angel entwickelte Netzwerkplattform des Streamers stellt Ethernet‑Stabilität und Takt‑Hygiene als primäre Entwicklungsziele in den Vordergrund, während der CD‑Transport die Zeitdomänen‑Genauigkeit durch temperaturkompensierte Taktung und physische Entkopplung priorisiert – statt Feature‑Inflation. Manche Beobachter bezeichnen dies als konservative Ingenieurskunst, doch es entspricht einer puristischen Haltung: den Disc‑Player strikt digital halten und die nachgelagerte Wandlung den klanglichen Charakter bestimmen lassen. Die im Verstärker integrierte Wandlung und die analogen Stufen fungieren dann als tonales Fundament des Systems, mit Fokus auf rauscharme Verstärkungsstruktur und einer Phonosektion, die offenbar für praxisnahe Tonabnehmer‑Lasten ausgelegt ist statt für Checklisten‑Spezifikationen.
Im Vergleich dieser Perspektiven entsteht eine Produktlinie, die sich leise der Erzählung vom „All‑in‑One‑Komfort“ widersetzt. Jedes Gerät kann für sich stehen, zugleich deutet die Abstimmungsphilosophie darauf hin, dass sie gemeinsam getunt wurden – zugunsten von Kohärenz statt reißerischer Kennzahlen. Für forenaffine Audiophile wirkt das weniger wie eine Retro‑Wiederbelebung und mehr wie eine moderne Neuinterpretation klassischen britischen Systemdenkens: moderate Abmessungen, disziplinierte Ingenieursarbeit und die Erwartung, dass musikalischer Fluss ebenso aus Timing‑Integrität und Layout‑Entscheidungen entsteht wie aus der Wahl des Siliziums.
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