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MOONDROP hat in Japan den retro‑gestylten offenen On‑Ear‑Kopfhörer „Old Fashioned“ veröffentlicht, der mit einem erschwinglichen Preis von 5.200 Yen auf Liebhaber kompakter, aber hochwertiger Audiolösungen abzielt.
Verfügt über eine proprietäre offene Akustikstruktur in Kombination mit einem speziell entwickelten 40‑mm‑Dynamiktreiber, ermöglicht durch ein kompaktes internes Layout, das bei kleinen offenen Kopfhörern unüblich ist.
Optimierte Membrandämpfung und Treiberresonanz (f0) sorgen für eine tiefere und immersivere Basswiedergabe als bei typischen kompakten Open‑Back‑Kopfhörerkonstruktionen.
Was Old Fashioned technisch interessant macht, ist MOONDROPs Ansatz beim Umgang mit der Skalierung in einem offenen On‑Ear‑Format. Das kompakte Gehäuse erzwingt eine strikte Kontrolle der rückwärtigen Schallwelleninteraktion, und der Fokus des Unternehmens auf Membrandämpfung und Resonanzabstimmung deutet auf einen bewussten Versuch hin, das mechanische Verhalten des Treibers im Mittelbass linear zu halten, statt auf reine Tiefbasserweiterung zu setzen. Der veröffentlichte Klirrfaktor von ≤0,2 % bei 94 dB weist auf eine konservative Auslenkungsstrategie hin, die Sauberkeit und tonale Stabilität gegenüber übertriebenem Punch priorisiert. In der Praxis führt eine solche Abstimmungsphilosophie meist zu einem integrierten, texturierten Bass statt zu einer angehobenen Wiedergabe und orientiert sich damit eher an klassischen offenen Kopfhörern als an modernen Consumer‑Tunings.
Auch das elektrische Verhalten spricht für eine breite Gerätekompatibilität. Eine nominelle Last von 32 Ω in Kombination mit hoher Spannungsempfindlichkeit ermöglicht brauchbare Lautstärken aus leistungsschwachen Quellen, ohne deren Ausgangsstufen zu belasten, während die vergleichsweise strenge Verzerrungsspezifikation darauf hindeutet, dass der Kopfhörer dennoch von kontrollierter Verstärkung profitiert. Bemerkenswert ist die Unterscheidung zwischen erweitertem und effektivem Frequenzgang: Obwohl der Treiber Ultraschallwiedergabe leisten kann, scheint der Schwerpunkt darauf zu liegen, über den hörbaren Bereich hinweg ein flaches, nutzbares Band zu erhalten, statt extreme Zahlen zu vermarkten. Dieser Ansatz führt häufig zu einem sanfteren Abrollen der oberen Höhen und vermeidet die spröde Schärfe, unter der kleine offene Designs leiden können, wenn sie oberhalb von 10 kHz zu stark gefordert werden.
Mechanisch ist die überarbeitete Dämpfung des Kopfbügels mehr als nur eine Komfortmaßnahme. Zusätzlicher Widerstand in den Schiebe‑ und Gelenkmechanismen stabilisiert die Anpresskraft bei Bewegung, was indirekt die akustische Konsistenz verbessert, indem die Geometrie zwischen Treiber und Ohr konstant gehalten wird. Die versenkten 2‑Pin‑Buchsen unterstreichen diese praxisorientierte Denkweise weiter, da sie Hebelbelastungen auf die Anschlüsse reduzieren und Kabelwechsel über die Zeit weniger riskant machen. Insgesamt wirkt Old Fashioned weniger wie ein neuartiges Retro‑Gimmick und mehr wie ein kompakter offener Kopfhörer, der mit Zurückhaltung entwickelt wurde – mit klassischer Mechanik, aber moderner Kontrolle über Resonanz, Verzerrung und Trageverhalten.
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