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MOONDROP SKYLAND ist ein offener planarmagnetischer Kopfhörer mit Marktstart am 19. Februar zum Preis von ¥130.000 und verfügt über einen außergewöhnlich großen 100‑mm‑Planartreiber.
Die proprietäre Full Drive Tech (FDT) erreicht 95,5 % effektive Antriebsfläche, übertrifft damit herkömmliche Planarkonzepte deutlich und kommt der Gleichmäßigkeit elektrostatischer Kopfhörer nahe.
Eine ultradünne ~500‑nm‑Membran und eine mehrlagige, aus reinem Silber geätzte Leiterbahn verbessern die Gleichmäßigkeit der Lorentzkraft, reduzieren Modenaufbruch und liefern weichere, detailreichere Höhen.
Was SKYLAND aus Designsicht interessant macht, ist der klare Versuch von MOONDROP, die seit Langem diskutierte Lücke zwischen Planarmagneten und Elektrostaten zu schließen, ohne deren Fragilität oder Systemkomplexität zu übernehmen. Indem eine gleichmäßige Kraftverteilung über nahezu die gesamte Membran forciert wird, verlagert sich der technische Schwerpunkt weg von roher Magnetstärke hin zur Kontrolle des Schwingungsverhaltens. Praktisch zielt dieser Ansatz auf die bekannten Planar‑Kompromisse ab – Randentkopplung, Phasenschlieren in oberen Obertönen und jenen leicht „körnigen“ Schimmer, den manche Hörer mit geätzten Höhen verbinden. Der Wechsel zu einer mehrlagigen Silberleiterbahn anstelle des üblichen Aluminiums deutet zudem darauf hin, dass MOONDROP die Konsistenz der Stromdichte höher gewichtet als reine Gewichtseinsparungen – eine Entscheidung, die man häufiger bei kompromisslosen Wandlern als bei Mainstream‑Planars sieht.
Die mechanische Seite erzählt eine ähnliche Geschichte. Die direkte Integration des Magnetsystems in eine starre, CNC‑gefräste Aluminiumstruktur dient weniger der optischen Wirkung als dem Management gespeicherter Energie. Planartreiber dieser Größe können leicht Mikroresonanzen in ihren eigenen Rahmen anregen, die sich als zeitliche Unschärfe in die Membran zurückkoppeln. Indem das Gehäuse als Teil des Motorsystems und nicht als passive Hülle behandelt wird, folgt SKYLAND der Philosophie hochwertiger Lautsprecher‑Schallwände: Kontrolliert man die Struktur, verhält sich der Treiber sauberer. Die vollständig offene Ausführung, kombiniert mit sorgfältiger Kanten‑ und Beugungskontrolle, deutet darauf hin, dass MOONDROP eher räumliche Kohärenz und realistischen Ausklang anstrebt als bloße Bühnenbreite – eine Abstimmung, die näher an Referenz‑Elektrostaten liegt als an der cineastischen Inszenierung großer Planars.
Aus Sicht der Systemabstimmung lässt die Betonung der Membranspannungs‑Balance erkennen, dass SKYLAND so ausgelegt ist, mit vorgeschalteter Elektronik sinnvoll zu skalieren, statt das Verhalten von Verstärkern zu kaschieren. Damit gehört er klar in die Kategorie von Kopfhörern, die von Stromstabilität und Spannungsreserve profitieren, nicht nur von nomineller Leistungsangabe. In diesem Sinne wirkt SKYLAND weniger wie ein Statement‑Produkt für den ersten Eindruck, sondern eher wie der Versuch, neu zu definieren, wie „wohlverhaltene“ Planarmagneten klingen können, wenn mechanische, magnetische und elektrische Variablen als eine einzige Gleichung behandelt werden.
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