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MSB Technology präsentierte den SENTINEL DAC, einen handgefertigten, auf Bestellung gefertigten Flaggschiff‑DAC zum Preis von ¥66,8 Millionen (zzgl. Steuern) mit einer Fertigungszeit von 5–6 Monaten.
Das System nutzt eine kompromisslose Drei‑Chassis‑Architektur: SENTINEL Digital Director, Analog Converter und Power Supply, um elektrische Isolation und Performance‑Synergien zu maximieren.
Die digitale Verarbeitung übernimmt der Digital Director mit großem Display, intuitiver Bedienung und optischer Sentinel‑Link‑Faserübertragung mit vollständiger Links‑Rechts‑Kanalisolation.
Was über den offensichtlichen Überfluss hinaus auffällt, ist, wie das Sentinel‑Projekt MSBs lange gepflegte modulare Philosophie zu etwas entwickelt, das eher einem internen Ökosystem gleicht. Der Digital Director ist weniger eine transportseitige Komfortbox als vielmehr eine rechnerische Firewall, die bewusst so ausgelegt ist, dass Timing‑Unsicherheiten und Massewechselwirkungen eliminiert werden, bevor irgendetwas die Wandlungsstufe erreicht. Die optische Isolation dient hier nicht nur der Rauschunterdrückung, sondern der Wahrung deterministischen Verhaltens zwischen den Stufen – ein Ansatz, der eher aus der Laborinstrumentierung als aus der Consumer‑Audio‑Welt bekannt ist. Einige Beobachter merken an, dass der DAC damit faktisch als Closed‑Loop‑System behandelt wird, in dem Variabilität stromaufwärts weitgehend irrelevant wird und die Leistungsobergrenze klar in Richtung Taktintegrität und analoger Ausführung verschoben wird.
Diese Designpriorität erklärt, warum so viel ingenieurmäßige Schwerkraft um die Sentinel Clock und das massiv parallele Hybrid DAC MKII‑Array liegt. Der Schritt von acht auf zweiunddreißig diskrete DAC‑Module dient nicht nur der Rauschreduktion durch Mittelung; er ermöglicht MSBs Bit‑Diffusionsstrategie eine deutlich feinere Granularität, indem Wandlungsfehler so verteilt werden, dass die bekannte „höflich, aber flach“ wirkende Präsentation vieler extrem rauscharmen DACs vermieden wird. Im Vergleich zu handelsüblichen Femto‑Clock‑Lösungen der Wettbewerber deutet MSBs kundenspezifischer Kristall‑ und Temperaturregelungsansatz auf die Überzeugung hin, dass langfristige Phasenstabilität wichtiger ist als plakative Jitter‑Kennzahlen. Das markiert eine philosophische Trennlinie in der High‑End‑Digitalwelt: spezifikationsgetriebener Minimalismus versus brutale Deterministik durch Komplexität und Materialwissenschaft.
Die Stromversorgungsarchitektur unterstreicht diese Haltung. Anstatt eine einzelne monolithische Versorgung anzustreben, isoliert MSB Funktionsdomänen bis hin zur Uhr selbst und erkennt damit an, dass Zeitmessung ein analoges Problem ist, das sich als digitales tarnt. Sechs geschirmte Ringkerntransformatoren und dedizierte Versorgungswege mögen übertrieben klingen, entsprechen jedoch der übergeordneten Absicht, domänenübergreifende Modulation um jeden Preis zu verhindern. Selbst die extreme Vollmaterial‑Fräsung wirkt aus dieser Perspektive weniger kosmetisch – es geht ebenso um mechanische Konsistenz und Resonanzkontrolle wie um visuelles Theater. In diesem Sinne ist der Sentinel weniger ein DAC im traditionellen audiophilen Upgrade‑Pfad als vielmehr ein Statement darüber, wie weit sich digitale Wiedergabe treiben lässt, wenn Kosten, Maßstab und fertigungstechnische Pragmatik bewusst ausgeklammert werden.
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