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Netflix begann am 16. Februar mit dem Streaming von Mobile Suit Gundam ZZ und erweitert damit seinen Gundam‑Katalog um eine direkte Fortsetzung nach dem Gryps‑Konflikt.
Die Serie folgt Bright Noa als Kommandant des Kreuzers Argama, der jugendliche Schrotthändler um Judau Ashta als Mobile‑Suit‑Piloten rekrutiert.
Die Handlung konzentriert sich auf den Ersten Neo‑Zeon‑Krieg, in dem das ZZ Gundam gegen die Neo‑Zeon‑Truppen von Haman Karn antritt.
Aus technischer Sicht landet Gundam ZZ auf Netflix als ein deutlich anderes audiovisuelles Artefakt im Vergleich zu moderneren UC‑Einträgen. Die Mitte der 1980er Jahre produzierte Serie trägt die typischen Merkmale des analogen Fernseh-Masterings: weichere Linienauflösung, sichtbares Cel‑Korn und ein vergleichsweise enger Farbraum, der Pastell‑Mitteltöne gegenüber kontrastreichen Schwarzwerten bevorzugt. Für Zuschauer mit kalibrierten Displays belohnt das Encoding eine sorgfältige Helligkeits- und Gamma‑Abstimmung statt aggressiver HDR‑Einstellungen. Klanglich tendiert der ursprüngliche Broadcast‑Mix zu einem frontlastigen Stereobild mit moderater Dynamik, wobei die Sprachverständlichkeit Vorrang vor explosiver Transientenwirkung hat – näher an einem gut erhaltenen TV‑Masterband als an einem kinotypischen Remix.
Interessant ist auch der Kontrast zwischen der Art, wie Netflix ZZ neben neuerem Gundam‑Content positioniert, und dem Sounddesign der Serie selbst. Mechanische Effekte sind weniger geschichtet und bewegen sich in einem engeren Frequenzband, oft gebündelt im Mittenbereich, in dem sich Beam‑Rifle‑Schüsse und Alarmtöne überschneiden. Auf auflösenden Lautsprechern kann das gedrängt wirken, bewahrt jedoch eine kohärente klangliche Identität, die spätere digitale Produktionen durch übermäßige Tieftonanhebung mitunter verlieren. Musikalische Einsätze, geprägt von Synthesizer‑ und Orchesterhybriden der Ära, zeigen eine sanfte Kompression und minimalen Subbass, was sie auf kleineren Hörsystemen überraschend nachsichtig macht und dennoch von sauberer Verstärkung und niedrigen Rauschpegeln profitiert.
Was aus dieser Ergänzung hervorgeht, ist nicht nur ein weiterer Katalogtitel, sondern eine Fallstudie darüber, wie Legacy‑Anime in zeitgenössische Streaming‑Pipelines übersetzt werden. Die technischen Einschränkungen von ZZ sind Teil seines Charakters, und die Präsentation von Netflix unterstreicht dies, anstatt eine aggressive Modernisierung zu erzwingen. Für Hi‑Fi‑Enthusiasten liegt der Reiz darin zu hören, wie disziplinierte Wiedergabe – neutrale DACs, kontrollierte Raumakustik und Zurückhaltung bei DSP – Nuancen aus einem älteren Mix herausarbeiten kann und Textur sowie Intention offenlegt, die beim beiläufigen Schauen oft übersehen werden.
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