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NOW Music kündigt „NOW Yearbook 1985–1989: The Final Chapter – Extra“ an, eine 3CD‑Begleitveröffentlichung, die als definitiver Abschluss der 1980er‑Yearbook‑Editionen positioniert ist.
Das 3CD‑Set erweitert die 4CD‑Hauptveröffentlichung und enthält große 1980er‑Künstler wie George Michael, Pet Shop Boys, a‑ha, Eurythmics, Sting, Sade und Bruce Springsteen.
Die Tracks decken Pop, Rock und synthgetriebene Hits ab, darunter markante Auswahlen wie „Kissing a Fool“, „Born in the U.S.A.“, „Just Like Heaven“ und „Where Do Broken Hearts Go.“
Was Final Chapter – Extra von früheren Yearbook‑Erweiterungen unterscheidet, ist nicht der Umfang, sondern die kuratorische Philosophie. Die Sequenzierung lehnt sich stark an die Produktionsästhetik der späten 80er an: gegatete Drums, frühe digitale Reverbs, Synth‑Texturen der Fairlight‑ und DX7‑Ära sowie Mischungen, die klar für UKW‑Radio und Vinyl‑Seitenlängen optimiert wurden, statt für moderne Loudness‑Normen. Mehrere Titel liegen hier als Album‑ oder Extended‑Era‑Mixe vor und nicht als die am stärksten editierten Single‑Versionen, was sich auf CD in etwas weiter gefassten Dynamikumfängen niederschlagen dürfte. Für Sammler, die die Mastering‑Historie genau verfolgen, entspricht dieser Ansatz NOWs jüngerer Tendenz, saubere digitale Transfers gegenüber schwerem Remastering zu bevorzugen und die ursprüngliche tonale Balance zu bewahren, statt zeitgenössischer Helligkeit hinterherzujagen.
Aus Formatsicht hat die Diskussion um das Vinyl‑Pendant einen interessanten Trade‑off hervorgehoben. Die Multi‑LP‑Konfiguration mit einer Jahreszuordnung pro Disc deutet auf kürzere Seiten und potenziell verbesserte Innenrillen‑Performance im Vergleich zu traditionellen, bis zur Kapazitätsgrenze gefüllten Hit‑Compilations hin. Da diese Tracks jedoch aus mehreren Labels sowie aus Epochen digitalen und analogen Masterings stammen, wird die absolute Konsistenz über alle fünf LPs hinweg wahrscheinlich variieren—für die einen Teil des Charmes, für andere ein Kritikpunkt. Demgegenüber bietet das CD‑Set eine einheitliche Wiedergabe und vermeidet die kumulative Oberflächenrausch‑Problematik, die sich bei Farb‑Vinylpressungen einschleichen kann, was es zur berechenbareren Referenz für Systemvergleiche macht.
In der Gesamtschau wirkt diese Veröffentlichung weniger wie eine Chart‑Rückschau und mehr wie eine archivische Fußnote für Hörer, die die Hits bereits kennen und sich dafür interessieren, wie sie klingen. Die Gegenüberstellung dicht geschichteten Synth‑Pops mit Arena‑Rock und Adult Contemporary legt die divergierenden Produktionswerte der späten 80er offen—auf einer auflösenden Anlage überraschend lehrreich. Sie schließt die Yearbook‑Ära nicht allein mit Nostalgie, sondern mit der Erinnerung daran, wie Übergangs‑ und technisch experimentierfreudig diese Zeit tatsächlich war.
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