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OM System kündigt OM‑3 Astro an, eine spezialisierte spiegellose Kamera für die Astrofotografie, Marktstart im März 2026 für 2.500 US‑Dollar – 500 US‑Dollar mehr als die Standard‑OM‑3.
Basierend auf der OM‑3 vom Februar 2025 bietet sie einen 20,37‑MP‑BSI‑Sensor, 4K/60p‑10‑Bit‑Video, klassische Bedienelemente und ein Design im Stil der Olympus OM‑1 (1972).
Die wichtigste Innovation ist ein spezieller Infrarotfilter, der H‑alpha‑Licht bei 656,28 nm durchlässt und so eine korrekte Wiedergabe dunkelroter Nebel ermöglicht, die von Standard‑IR‑Filtern meist blockiert werden.
Was OM‑3 Astro von den üblichen „astro‑ready“-Etiketten unterscheidet, ist nicht die Schlagzeilen‑Modifikation selbst, sondern die nachgelagerten Folgen für die gesamte Bildverarbeitungskette. Wenn tiefrotes Licht den Sensor erreicht, verändert sich das Verhalten von Farbmatrix und Weißabgleich unter gemischten Spektren. Praktisch bedeutet das: Sternfelder mit überwiegend breitbandigem Licht erfordern ein bewussteres Farbmanagement, während Emissionsregionen endlich aufhören, zu matschigem Braun zu kollabieren. Es ist eine philosophische Entscheidung, die Debatten unter Audiophilen widerspiegelt, wenn man das Schutzgitter eines Hochtöners entfernt: Die Transparenz im Zielband steigt, doch vorgelagerte Disziplin wird plötzlich wichtiger. Im Vergleich zu modifizierten DSLRs früherer Jahre deutet der Ansatz von OM System auf eine straffere Werkskalibrierung statt eines brachialen Hacks hin, was den Magenta‑Stich reduzieren dürfte, der H‑alpha‑freundliche Gehäuse oft plagt.
Hinzu kommt eine interessante Spannung zwischen Sensorformat und Anspruch. Ein kleinerer BSI‑Sensor tauscht traditionell maximale Photonen‑Well‑Kapazität gegen Portabilität, wird hier jedoch mit Firmware kombiniert, die auf extrem kontrastarme Motive abgestimmt ist. Der Vorteil liegt nicht in roher Empfindlichkeit, sondern in Konsistenz: Pixel‑Antwort und Mikrolinsen‑Geometrie sind für schräg einfallendes Licht optimiert – entscheidend, wenn Sterne bei schnellen Blenden bis in die Ecken treffen. Manche Quellen sehen darin einen Nischenzug, andere einen pragmatischen – eine Alternative zu schweren äquatorialen Montierungen, bei der Wiederholbarkeit und Energieeffizienz wichtiger sind als Full‑Frame‑Prestige. In diesem Sinne fühlt sich OM‑3 Astro eher wie ein zweckgebauter Feldrekorder an als wie ein Studiomikrofon: begrenzt, aber ehrlich über seinen Einsatzbereich.
Videoschaffende mit Blick zum Himmel könnten die unauffälligste Veränderung entdecken. Mit veränderter spektraler Transmission gewinnen die logarithmischen Profile und die 10‑Bit‑Pipeline der Kamera neue Relevanz für Nacht‑Timelapse und hybride Workflows – allerdings nur, wenn das Grading mit Zurückhaltung erfolgt. Blindes Anheben der Sättigung übertreibt das Rauschen im Rotkanal, ähnlich wie das Boosten der oberen Mitten an einem auflösenden DAC Aufnahmefehler offenlegt. OM System scheint darauf zu setzen, dass das Publikum tonale Genauigkeit dem Spektakel vorzieht – eine Haltung, die nicht allen gefallen wird, aber einer puristischeren Auffassung der Astrofotografie als Dokumentation statt visueller Feuerwerke entspricht.
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