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Die Schweizer Sportbekleidungsmarke On stellte Cloudbeat vor, einen konzeptionellen Bluetooth‑Lautsprecher zum Anclippen an Kleidung, entwickelt von InOutGrid in der markentypischen Ästhetik.
Cloudbeats herausragende Innovation ist extreme Reparierbarkeit: Es wird kein Klebstoff verwendet, sondern ausschließlich standardisierte Phillips‑Schrauben, sodass auch Laien durch Entfernen der Rückplatte Zugang zum Inneren erhalten.
Die abnehmbare Rückseite besteht aus recycelten EVA‑Schuhsohlen, bietet Wasserdichtigkeit und unterstreicht Ons Fokus auf Nachhaltigkeit und Materialwiederverwendung.
Aus audio‑technischer Perspektive wirkt Cloudbeat weniger wie ein Lifestyle‑Accessoire und mehr wie ein Experiment, wie weit sich minimale Masse treiben lässt, bevor akustische Kompromisse dominieren. Die Geometrie des Gehäuses deutet auf einen einzelnen Full‑Range‑Mikrotreiber in einem sehr kleinen Innenvolumen hin, was Designer typischerweise zwingt, Klarheit in den oberen Mitten gegenüber Tiefbass‑Extension zu priorisieren. Dieser Trade‑off ist jedem vertraut, der kompakte Wearables zerlegt hat: zu erwarten sind eine präsente Präsenzregion und begrenzter Tiefton‑Headroom, wobei der wahrgenommene Punch eher auf psychoakustischem Tuning als auf tatsächlicher Luftbewegung beruht. Auffällig ist die scheinbare Offenheit des Frontgitters, die darauf hindeutet, dass Beugung und Luftstrom als primäre Faktoren behandelt wurden und nicht als kosmetischer Nachgedanke—ein Ansatz, der häufiger in DIY‑Lautsprecherforen diskutiert wird als in mode‑naher Hardware.
Verschiedene Quellen rahmen Cloudbeat entweder als Öko‑Design‑Manifest oder als tragbares Audio‑Objekt, doch die interessantere Spannung liegt darin, wie seine modulare Architektur mit klanglicher Langlebigkeit zusammenwirkt. Audiophile beklagen oft, dass Bluetooth‑Lautsprecher schlecht altern—nicht weil Verstärker ausfallen, sondern weil Batteriedegradation und Treibermüdigkeit die tonale Balance allmählich verschieben. Ein Konzept, das diskrete Komponenten‑Erneuerung erlaubt, erkennt dieses Problem implizit an, auch wenn keine harten Spezifikationen—Treiberimpedanz, Verstärker‑Topologie oder unterstützte Codecs—offengelegt wurden. Das Schweigen zu Codecs ist bezeichnend: Hier geht es offensichtlich nicht um aptX‑Abzeichen oder LDAC‑Debatten, sondern darum zu prüfen, ob ein kleiner, am Körper getragener Lautsprecher seine Abstimmung über Jahre statt Monate konsistent halten kann.
Unter diesem Blickwinkel wirkt Cloudbeat eher wie eine Designstudie zu nachhaltigen akustischen Objekten als wie die Markteinführung eines herkömmlichen portablen Lautsprechers. Die visuelle Kontinuität zur Schuhlinie von On ist offensichtlich, doch die radikalere Idee ist philosophischer Natur: einen Lautsprecher weniger als versiegelte Unterhaltungselektronik zu behandeln und mehr als langlebiges mechanisches Objekt, dessen Klangsignatur stabil bleiben soll. Für Leser, die in Hi‑Fi‑Diskussionen zu Hause sind, ordnet das das Produkt neu ein—nicht als Konkurrenz zu Bluetooth‑Boxen für die Hosentasche, sondern als leise Herausforderung an die Annahme der Branche, dass ultramobiler Klang zwangsläufig wegwerfbar und klanglich vergänglich sein muss.
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