Erhalte den wöchentlichen HiFi-Überblick — neue Geräte, Lesetipps und Angebote.

Origin Live bringt die Ground Anchor Grounding Box auf den Markt, um luftgetragene, netzbedingte, systeminterne und mikrofonische Störungen in Vinyl-Wiedergabeketten zwischen Tonarm und Phono-Vorverstärker zu reduzieren.
Gemeinsam mit Puritan Audio Laboratories entwickelt, folgt der Ground Anchor einer nach Gehör abgestimmten Designphilosophie und nutzt Puritans Expertise in der Minimierung von HF-, EMI- und elektrischen Störungen.
Drei Erdungsposten nehmen Origin Live Premium-Tonarmkabel mit mehreren Masseleitern auf und unterstützen unterschiedliche 0V-Referenzkonzepte von Phono-Vorverstärkern zur Reduktion von Brummen.
Was dem Ground-Anchor-Konzept zugrunde liegt, ist weniger das Hinzufügen einer weiteren Box als vielmehr ein Umdenken darin, wie die schwebende Referenz eines Tonabnehmers behandelt wird, sobald sie den Armfuß verlässt. Mehrere Ansätze laufen auf die Erkenntnis hinaus, dass moderne Phonostufen 0 V unterschiedlich handhaben – einige verbinden Signalmasse früh mit dem Chassis, andere halten sie bis später in der Verstärkungsstufe quasi schwebend. Durch das externe Management dieses Referenzpunkts wird der Ground Anchor effektiv zu einem kontrollierten Ableitpfad für HF-Energie, die auf Armrohr und Kabelabschirmungen mitläuft, anstatt das Tonabnehmersignal selbst zu modulieren. Das ist besonders relevant bei Moving-Coil-Systemen, bei denen Ausgangsspannungen im Submillivolt-Bereich jede parasitäre Störung proportional schädlicher machen und bei denen dünne, nur minimal geschirmte Innenverkabelungen dazu führen, dass die Armstruktur den Großteil der Arbeit übernimmt.
Interessant ist auch die philosophische Trennung zwischen konventioneller Stern-Erdungsdoktrin und dem, was Origin Live hier offenbar verfolgt. Anstatt alles starr mit dem Masseanschluss der Phonostufe zu verbinden, führt die Box einen passiven Vermittler ein, der laute Chassis-Referenzen vom Tonabnehmerkreis entkoppeln kann. Der Einfluss von Puritan zeigt sich in der Betonung von HF- und EMI-Verhalten statt einfacher DC-Kontinuität – weniger Widerstandswerte, mehr die Frage, wie hochfrequente Energie aus dem System herausgeführt wird, ohne neue Schleifen zu erzeugen. In der Praxis deckt sich das mit Diskussionen in Foren rund um Übertrager, bei denen Nutzer häufig berichten, dass SUTs Erdungsinkonsistenzen gnadenloser offenlegen als aktive MC-Stufen, bedingt durch ihre große Bandbreite und Anfälligkeit für luftgetragene Störungen.
Die differenziertere Erkenntnis ist, dass der Ground Anchor nicht als universeller „Noise Killer“ positioniert ist, sondern als Mittel zur Normalisierung des Erdungsverhaltens über nicht perfekt zueinander passende Komponenten hinweg. Systeme, die unterschiedliche Armhersteller, Aftermarket-Kabel und Phonostufen mit eigenwilligen Erdungskonzepten kombinieren, sind oft jene, in denen sich niederpegeliges Rauschen und Brummen festsetzen. Durch die Zentralisierung und Kontrolle der Art und Weise, wie diese Massen auf 0 V referenzieren, zielt das Design darauf ab, die elektrische Umgebung zu stabilisieren, die der Tonabnehmer „sieht“ – weniger Körnigkeit in Transienten, kohärentere Raumabbildung und dieses oft beschriebene Gefühl von Ruhe hinter der Musik, das lediglich leise Vinyl-Rigs von wirklich stimmigen unterscheidet.
Neue Geräte, lesenswerte Artikel und Angebote — jeden Freitag.

* Queen veröffentlichen am 27.

* Audio Research I/55 ist ein kompakter Röhren-Vollverstärker, abgeleitet vom I/70 und Nachfolger des I/50, ausgerichtet auf High-End-Hörer, die klassischen Rö…

* ToxFreeLife testete 81 Kopfhörermodelle von Marken wie Sony, Apple, JBL, Bose, Samsung und Temu aus europäischen Einzelhandels- und Online-Marktplätzen.

* Audio-Technica bringt die USB-C-kabelgebundenen Ohrhörer ATH-CKD7NC am 27.