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Panasonic bringt Mitte März das digitale Shotgun-Mikrofon LUMIX DMW-DMS1 auf den Markt, zum Preis von etwa ¥48.000, ausgelegt für die kabellose Kameramontage über den Zubehörschuh.
Das DMW-DMS1 nutzt vier präzise aufeinander abgestimmte 10‑mm‑Mikrofonelemente und ermöglicht sechs umschaltbare Richtmodi, darunter Stereo, Wide Stereo sowie superdirektionale Front-/Rückwärtsmuster.
Eine spezielle rückseitige Taste mit beleuchteten Anzeigen erlaubt den sofortigen Wechsel der Richtcharakteristik sowie eine dreistufige Helligkeitsanpassung und verbessert so Bedienbarkeit und Sichtbarkeit für Einsteiger wie Profis.
Was das DMW-DMS1 von herkömmlichen On‑Camera‑Shotguns unterscheidet, liegt weniger in den Schlagzeilen‑Features als vielmehr in der Ausführung auf Bauteilebene. Panasonics Fokus auf eng aufeinander abgestimmte 10‑mm‑Kapseln deutet darauf hin, dass Phasenkohärenz als primäres Designziel behandelt wird und nicht als nachträgliche Optimierung. In Mehrfach‑Arrays können selbst geringe Empfindlichkeitsabweichungen das Stereobild verwischen und die seitliche Unterdrückung zusammenbrechen lassen; das Beharren des Unternehmens auf strengen Elementtoleranzen legt den Versuch nahe, Transientenschärfe und stabile Ortung zu bewahren – Eigenschaften, die Foren‑Audiophile eher mit gut gematchten Kondensatorpaaren als mit kompakten Kameramikrofonen verbinden. Die kreisförmige Anordnung des Arrays impliziert zudem ein vorhersehbareres Richtverhalten beim digitalen Umschalten der Modi und vermeidet die „EQ‑ähnlichen“ Artefakte, die günstigere Designs mit variabler Charakteristik oft plagen.
Mechanisch ist die Mikrofoneinheit über eine schwebende Stoßdämpfer‑Aufhängung vom Gehäuse entkoppelt – ein Detail, das sich bei realen Hand‑ oder Rig‑Aufnahmen oft stärker bemerkbar macht als reine Frequenzgangdiagramme. Körperschall – von Objektivmotoren, Bedienbewegungen oder sogar Resonanzen im Zubehörschuh – liegt häufig im unteren Mittenbereich, wo die Sprachverständlichkeit am meisten leidet. Indem Panasonic dieses Problem akustisch angeht, statt sich ausschließlich auf Nachbearbeitung zu verlassen, zielt das Unternehmen offenbar auf eine sauberere Quellaufnahme ab. Der mitgelieferte Windschutz und der neu entwickelte Ansatz zur Windgeräuschunterdrückung unterstreichen diese Philosophie zusätzlich: Anstatt aggressiv zu komprimieren oder zu gaten, nutzt das System den erweiterten Headroom der Float‑Domänen‑Verarbeitung, um Turbulenzen abzuschwächen, ohne die Dynamik zu nivellieren – ein Balanceakt, den Location‑Tonmeister sonst mit externen Recordern verfolgen.
Ein weiterer, eher leiser, aber bedeutender Aspekt ist die Integration von Backup‑Aufnahmestrategien in ein kameramontiertes Mikrofon. Zusätzliche Kanäle als Sicherheits‑Tracks zuzuweisen, rückt das DMW-DMS1 näher an Feldrecorder heran als an klassische Zubehörschuh‑Accessoires und reduziert das Risiko irreversiblen Clippings oder verlorener Atmo. In Kombination mit kompakten Abmessungen und geringem Gewicht liest sich das Design wie ein Konvergenzgerät – weniger mit dem Anspruch, dediziertes Audio‑Equipment zu ersetzen, als vielmehr die Lücke zwischen „ausreichendem“ Kamera‑Ton und disziplinierter Location‑Aufnahme zu verkleinern. Aus audiophiler Sicht ist es ein seltener Fall, in dem digitale Bequemlichkeit nicht automatisch auf kompromittierte Grundlagen hindeutet.
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