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Panasonic stellte mit dem PT‑HTQ20J seinen ersten professionellen 4K‑Projektor vor, der 95 % des Rec.‑2020‑Farbraums erreicht – ein außergewöhnlicher Referenzwert, den Consumer‑Displays bislang nicht vollständig erzielen.
Der Projektor nutzt einen einzelnen DLP‑Chip mit RGB‑Laserlichtquelle und liefert bis zu 20.000 Lumen für professionelle Umgebungen mit hoher Helligkeit.
Die Vivid‑Prime‑Technologie kombiniert drei Primärfarben‑Laser mit einem Phosphorrad und optimiert so Farbreinheit, Helligkeitseffizienz und den Gesamteindruck der Bildrealität.
Panasonics Ansatz liest sich hier wie eine bewusste Absage an das „Spec‑Chasing“-Wettrüsten zugunsten von Farbraum‑Integrität und Signaldisziplin. Die hybride Laserarchitektur deutet auf eine gezielte Balance zwischen spektraler Reinheit und langfristiger Stabilität hin: Reine RGB‑Laser allein können extrem effizient sein, sind in realen Installationen jedoch oft temperamentvoll, während die Phosphorstufe als tonaler Moderator fungiert, spektrale Spitzen glättet und Metamerie unter Kontrolle hält. Für Videoprofis ist das wichtiger als rohe Gamut‑Versprechen – entscheidend ist, wie sich gesättigte Töne bei erhöhter Luminanz verhalten und ob komplexe Farbtöne zusammenhalten, sobald HDR‑Grading an Intensität gewinnt. In diesem Sinne positioniert sich der PT‑HTQ20J eher als Referenz‑Imaging‑Werkzeug denn als brachiale Lichtkanone.
Der Einsatz einer Single‑Chip‑DLP‑Plattform wird bei Cinephilen, die an Drei‑Chip‑Architekturen gewöhnt sind, unweigerlich für hochgezogene Augenbrauen sorgen, doch Panasonic scheint stärker auf Signalverarbeitung als auf Hardware‑Vervielfachung zu setzen. Pixel‑Shift‑4K kann bei präzisem Timing und exakter optischer Ausrichtung eine räumliche Kohärenz liefern, die besonders mit hochwertigen Objektiven harmoniert – vor allem bei typischen professionellen Betrachtungsabständen. Noch interessanter ist die Aufmerksamkeit für Gradationskontrolle: Banding und Farbaufspaltung sind langjährige DLP‑Diskussionsthemen, und die Betonung von Glättungsalgorithmen deutet auf ein System hin, das für reale Inhalte mit aggressiver Kompression, CGI‑Verläufen und Broadcast‑Overlays ausgelegt ist, nicht nur für makellose Demo‑Reels.
Aus Installationssicht unterstreicht die Entscheidung, ohne Optik auszuliefern, die Rolle des Projektors in modularen Großraum‑Ökosystemen statt in festen Heimkinoumgebungen. Die Kompatibilität mit Panasonics etablierten professionellen Objektivfamilien verspricht vorhersehbare Projektionsverhältnisse, konsistentes MTF‑Verhalten und bekannte Verzerrungsprofile – genau jene Art von unspektakulärer Zuverlässigkeit, die Integratoren im Stillen schätzen. In audiophilen Begriffen fühlt sich das weniger wie ein auffälliger neuer DAC an und mehr wie ein sauber entwickelter Studiomonitor: nicht auf Romantik aus, sondern auf Linearität, Kontrolle und Wiederholbarkeit über sehr unterschiedliche Räume und Signalwege hinweg.
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