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The Audiophile Society wird Patricia Morenos Album „Volver“ am 6. April uraufführen und positioniert es als bahnbrechende Gesangsveröffentlichung, die die Virtuosität des Latin Jazz neu definiert.
Moreno verbindet barocke Koloraturtechnik mit Latin Jazz und liefert furchtlose Agilität, Präzision und improvisatorisches Scat-Singen, das in diesem Genre nur selten von Sängerinnen erreicht wird.
Das Repertoire spannt einen Bogen über Lateinamerika, darunter drei traditionelle venezolanische Lieder, zwei Tangos von Carlos Gardel und ein uruguayischer Candombe, die jeweils eigene emotionale Welten ausdrücken.
Jenseits der Schlagzeilen ist Volver vor allem dafür interessant, wie bewusst altmodische Aufnahmetechniken eingesetzt werden, um einer ungewöhnlich athletischen Stimme zu dienen. Bändchenmikrofone in einem minimalistischen Setup tauschen oft Transientenbiss gegen harmonische Dichte ein, und hier scheint diese Wahl kalkuliert: Morenos Agilität in den oberen Registern wird ohne scharfe Härten abgebildet, während mikrodynamische Nuancen in Atem und Konsonanten erhalten bleiben. Im Vergleich zu kondensatorlastigen Latin-Jazz-Produktionen, die den Präsenzbereich betonen, setzt dieser Ansatz auf tonale Kohärenz und Bildstabilität und bevorzugt Tiefenstaffelung gegenüber bloßer Vordergründigkeit. Das Ergebnis dürfte Hörer ansprechen, die eine glaubwürdige Klangbühne und einen kontinuierlichen Vokaltimbre höher schätzen als hypergeätzte Details.
Unterschiedliche Perspektiven ergeben sich auch bei der Betrachtung der Ensemblebalance. Werbematerialien rahmen das Trio als rhythmischen Motor für vokale Feuerwerke, technisch gesehen fungieren die Gitarren jedoch eher als räumliche Anker. Giovanettis Arrangements nutzen Berichten zufolge ineinandergreifende rhythmische Figuren, die seitlich im Stereofeld liegen und Moreno selbst in dichten Improvisationspassagen ein stabiles Phantomzentrum geben. Arnoldo Morenos Beitrag fügt tieffrequente bis mittlere harmonische Masse hinzu, ohne in perkussiven Überschwang zu verfallen, was Intermodulationsverzerrungen in komplexen Passagen in Schach hält – ein Aspekt, der bei der Wiedergabe auf auflösenden Systemen mit großem Dynamikumfang relevant ist.
Die Chesky-Mischästhetik polarisiert unter Audiophilen zusätzlich. Der Ansatz des Classical 3D Mega-Dimensional Sound priorisiert natürliche Phasenbeziehungen und minimale Nachbearbeitung, was beim beiläufigen Hören zurückhaltend wirken kann, sorgfältige Lautsprecheraufstellung und hochauflösende Wiedergabe jedoch belohnt. Im Gegensatz zu zeitgenössischen Latin-Jazz-Veröffentlichungen, die auf Nahmikrofonierung und postproduzierten Punch setzen, scheint Volver so konzipiert zu sein, dass es mit der Systemqualität skaliert: Auf auflösenden DACs und gut ausgerichteten Lautsprechern sollte sich die Darstellung mit überzeugenden Tiefenhinweisen und einer zusammenhängenden akustischen Hülle öffnen, statt dass hervorgehobene Elemente um Aufmerksamkeit konkurrieren.
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