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Prime Video stellt den Paramount+-Add-on-Service in Japan am 31. März ein und beendet damit das monatliche Abonnement über ¥770 innerhalb der Plattform.
Aktive Paramount+-Abonnements enden automatisch am 31. März, auch wenn der Abrechnungszeitraum über das offizielle Abschaltdatum hinausgeht.
Kunden mit verbleibenden bezahlten Tagen nach dem 31. März erhalten anteilige Rückerstattungen, die auf die ursprünglichen Zahlungsmethoden, etwa Kreditkarten, gutgeschrieben werden.
Aus Sicht der Signalkette verdeutlicht der Rückzug von Paramount+ aus Prime Video eher die Fragilität plattformseitiger Integrationen als die der Content-Marke selbst. Prime Video Channels fungieren als Middleware-Schicht, die Wiedergabe, DRM und adaptive Bitratenlogik in Amazons eigene Pipeline abstrahiert. Das bietet zwar Komfort, bindet Dienste wie Paramount+ jedoch an Amazons Kodierungsprofile und Audiokonfigurationen, die typischerweise auf standardisiertes Dolby Digital Plus begrenzt sind, statt der aggressiveren Bitratenstufen, die in nativen Apps zu finden sind. Für Zuschauer mit leistungsfähigen AVRs und Fullrange-Lautsprecher-Setups bedeutete dies oft einen soliden, aber konservativen Klang — klare Dialoge, zurückhaltender LFE und wenig dynamischer Headroom im Vergleich zu Disc- oder höherbitratigen OTT-Implementierungen.
Im Gegensatz dazu deutet die Verbreitung von Paramount+ über kabelnahe und von Broadcastern getragene Plattformen in Japan auf eine andere Abstimmungsphilosophie hin. Dienste wie J:COM STREAM oder WOWOW On Demand behalten tendenziell eine engere Kontrolle über die Stream-Paketierung, priorisieren mitunter Stabilität gegenüber Spitzenqualität, vermeiden jedoch die zusätzliche Abstraktionsschicht eines Aggregators wie Prime Video. Aus Sicht von Enthusiasten kann dies weniger Überraschungen bei Pegelabgleich und Metadatenverarbeitung bedeuten, insbesondere bei Mehrkanal-Mischungen aus Franchises wie Star Trek oder Mission: Impossible, bei denen räumliche Hinweise und die Dynamik der Filmmusik integraler Bestandteil des Erlebnisses sind.
Strategisch unterstreicht dieser Schritt zudem eine breitere Branchenspannung zwischen Reichweite und Wiedergabetreue. Aggregatoren überzeugen durch Skalierung, doch für Studios mit tiefen Katalogen und technisch anspruchsvollen Inhalten ermöglicht eine direkte oder semi-direkte Distribution eine feinere Kontrolle über Codecs, Audio-Flags und zukünftige Format-Upgrades. Für Hörer, die Streaming nicht als Hintergrundgeräusch, sondern als kritische Signalquelle begreifen, könnte der Wechsel letztlich dazu anregen, Plattformen weniger nach UI-Komfort und mehr danach auszuwählen, wie unverfälscht sie das Signal bis zu den Lautsprechern weiterreichen.
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