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Der Pro-Ject Debut Reference 10 hebt die langjährige Debut-Reihe in den Premiumbereich und bietet einen handgefertigten europäischen Plattenspieler zum Preis von 1.199 €.
Ein neuer einteiliger 10-Zoll-Carbon-Aluminium-Tonarm liefert 254 mm effektive Länge, 16,6 g effektive Masse, einstellbares VTA, adaptives Antiskating und einen symmetrischen Mini-XLR-Ausgang.
Der Tonarm wird mit dem Pick it PRO Balanced MM-Tonabnehmer ausgeliefert und ermöglicht echte symmetrische Signalübertragung direkt vom rückseitigen Anschlussfeld des Plattenspielers.
Was den Debut Reference 10 für erfahrene Vinyl-Enthusiasten interessant macht, ist weniger ein einzelnes Schlagzeilenmerkmal als vielmehr die Art und Weise, wie Pro-Ject die mechanische Hierarchie der Debut-Plattform neu gedacht hat. Der Wechsel zu einer längeren Armgeometrie verändert das Abtastverhalten grundlegend: Der seitliche Spurfehlwinkel wird über die Plattenseite hinweg reduziert, während die mittlere bis höhere effektive Masse den Arm klar in die Komfortzone moderner Moving-Magnet-Designs mit robusteren Aufhängungen bringt. Die Hybridkonstruktion des Arms zielt erkennbar darauf ab, Resonanzen aus dem Audioband herauszuschieben, statt sie lediglich zu dämpfen, und die einstellbare Geometrie deutet darauf hin, dass Pro-Ject erwartet, dass Besitzer feinjustieren, anstatt das Laufwerk als versiegeltes Lifestyle-Produkt zu behandeln.
Die symmetrische Signalführung direkt von der Tonarmbasis ist eine weitere leise, aber bedeutende Abkehr. Zwar existiert symmetrischer MM-Betrieb auf dem Papier seit Jahren, doch nur sehr wenige Plattenspieler behandeln ihn als erstklassigen Ausgang statt als nachträglichen Workaround. Indem Arm und Tonabnehmer als System verdrahtet werden, erkennt Pro-Ject effektiv an, dass die Unterdrückung von Störgeräuschen bereits vor der Phonostufe relevant ist – insbesondere bei längeren Kabelwegen oder elektrisch stark belegten Racks. Einige Kommentatoren sehen darin eine Zukunftssicherung für symmetrische Phonostufen; andere werten es als Aussage, dass die Debut-Plattform nicht länger von nachgeschalteter Einsteiger-Elektronik ausgeht.
Auch die strukturellen Entscheidungen sind aufschlussreich. Der Acryl-auf-Vinyl-Kontakt eliminiert die Variable einer Matte vollständig und verlagert die Resonanzkontrolle in den Teller selbst, statt auf Entkopplung zu setzen. In Kombination mit einer schwereren, metallischen Antriebsschnittstelle und einem Drei-Punkt-Stützkonzept setzt das Laufwerk auf kontrollierte Energiedissipation statt auf Isolation durch Masse allein. Dieser Ansatz entspricht Pro-Jects jüngstem Denken in den höheren Serien: weniger Schnittstellen, weniger Materialien mit Doppelfunktionen und klarere mechanische Erdung. Die optionale externe Stromversorgung unterstreicht diese Philosophie, indem sie Drehzahlstabilität und Geräuschmanagement als systemweite Anliegen positioniert statt als bloße Checklisten-Features.
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