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Samsung soll Gerüchten zufolge den weltweit ersten 130-Zoll-RGB-LCD-TV kommerzialisieren, der zuvor als CES-2026-Konzept gezeigt wurde, was einen ambitionierten Sprung in der Ultra-Großdisplay-Technologie signalisiert.
Counterpoint Research schätzt, dass die Produktionskosten von 130-Zoll-LCD-Panels trotz nur 27 % größerer Bildschirmfläche fast 50 % höher sind als bei 115-Zoll-Panels.
Unter Verwendung des Hisense 116UX (Markteinführungspreis 29.999 $) als Referenz prognostizieren Analysten, dass ein 130-Zoll-TV etwa 40.000–45.000 $ kosten könnte.
Was den Sprung auf 130 Zoll wirklich antreibt, sind nicht nur die prahlerischen Diagonalen, sondern die Physik der Fertigung in diesem Maßstab. Eine RGB-LCD-Architektur impliziert eine separate Steuerung der roten, grünen und blauen Subpixel, statt sich stark auf Farbfilter zu stützen, was höhere Anforderungen an Ausrichtungsgenauigkeit und Gleichmäßigkeit stellt. Bei Panelgrößen von über drei Metern Breite werden selbst mikroskopische Abweichungen im Zellspalt oder in der Hintergrundbeleuchtungsdiffusion als Streifenbildung oder Farbverschiebung sichtbar. Ausschussraten sind hier der stille Killer: Weniger „perfekte“ Scheiben pro Glassubstrat bedeuten, dass jedes erfolgreiche Panel die Kosten der Fehlschläge mittragen muss – und diese Rechnung wird schnell hässlich, sobald man die Komfortzone der Werkzeuge überschreitet, die für 110–120 Zoll ausgelegt sind.
Hinzu kommt eine weniger offensichtliche Systemperspektive. Ultra-große LCDs skalieren nicht linear bei Stromversorgung, Wärmemanagement oder Signalverarbeitung. Millionen von Pixeln mit konsistenter Gamma-Kennlinie und stabilen Near-Black-Werten anzusteuern, erfordert eine deutlich leistungsfähigere Videopipeline und aggressivere Local-Dimming-Algorithmen, was wiederum höhere Zonenanzahlen der Hintergrundbeleuchtung und eine engere Synchronisation verlangt. Für Audiophile, die Display und Sound traditionell trennen, ist der integrierte Audioansatz bemerkenswert: Mehrere Tieftöner im Gehäuse unterzubringen, dient nicht dem raumfüllenden Bass, sondern der Wahrung der tonalen Balance, wenn der Bildschirm selbst zum akustischen Hindernis wird. Das Gehäuse muss träge bleiben – oder zumindest berechenbar –, sonst führen Resonanzen und Panelvibrationen zu verwaschener Dialogverständlichkeit und einem kollabierenden Klangbild.
Analysten betrachten diese Monster unterschiedlich. Marktforscher sehen sie eher als Halo-Produkte – Verlustbringer in allem außer Prestige –, während Ingenieure sie als notwendige Stresstests für die nächste Generation von LCD-Prozessen verstehen. Die Geschichte legt nahe, dass beide Recht haben: Die Extravaganz von heute wird oft zur Technik von morgen, die nach unten durchsickert. Doch frühe Iterationen in dieser Größenordnung drehen sich weniger um Wohnzimmertauglichkeit als um den Beweis, dass konventionelle LCDs, wenn man sie stark genug fordert, weiterhin in einem Terrain mitspielen können, das viele für modularen LED-Wänden vorbehalten hielten.
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