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Revival Audio, 2021 im Elsass gegründet, bringt die Atalante Grande Réserve auf den Markt – ein Flaggschiff, limitiert auf 300 Paare und in Deutschland über B&T HiFi vertrieben.
Positioniert als kompakter Referenzlautsprecher verbindet sie klassische Proportionen mit modernen Materialien und richtet sich an Audiophile, die High-End-Leistung in wohnraumfreundlichen Abmessungen suchen.
Das neu entwickelte Drei-Wege-System nutzt einen 28-mm-RASC-Évo-Hochtöner, einen 75-mm-RASC-Évo-Mitteltöner und einen überarbeiteten 12-Zoll-Basalt-Sandwich-Tieftöner.
Was die Grande Réserve innerhalb der aktuellen Generation „heritage-inspirierter“ Lautsprecher auszeichnet, ist weniger ihre Retro-Silhouette als vielmehr die dahinterstehenden ingenieurtechnischen Prioritäten. Während viele ähnlich gestaltete Designs stark auf visuelle Nostalgie setzen, wirkt der Ansatz von Revival Audio eher wie ein modernisierter Monitor im wohnraumtauglichen Maßstab: steife Frontarchitektur, sorgfältig kontrollierte Kantengeometrie und eine klare Absicht, gespeicherte Energie zu beherrschen, bevor sie überhaupt den Hörer erreicht. Insbesondere der geschichtete Aufbau der Schallwand deutet auf den Versuch hin, tonale Dichte von der Gehäusesignatur zu entkoppeln – ein Thema, das in audiophilen Kreisen häufig diskutiert wird, wenn massive MDF-Konstruktionen mit komplexeren Verbundlösungen verglichen werden. Die angewinkelte Geometrie lässt zudem auf einen bewussten Versuch schließen, das Abstrahlverhalten außerhalb der Achse sauber zu halten, was in realen Räumen typischerweise zu einer kohärenteren Klangbühne führt als reine On-Axis-Messungen.
Aus Systemsicht signalisiert die interne Topologie des Lautsprechers eine konservative, aber zielgerichtete Abstimmungsphilosophie. Die Entscheidung, das Netzwerk auf mehrere Platinen aufzuteilen und mit etablierten europäischen Komponenten zu bestücken, spiegelt eine Präferenz für Langzeitstabilität und vorhersehbares elektrisches Verhalten wider, statt exotischen Boutique-Lösungen hinterherzujagen. Beobachter aus verschiedenen Publikationen merken an, dass eine solche Weichenarchitektur in der Regel Phasenintegrität begünstigt und die mechanische Belastung der Bauteile reduziert, insbesondere bei höherem Output. In der Praxis unterstützt dies oft sauberere Übergänge im Mitteltonbereich und geringere Kompression bei erhöhten Hörpegeln – Eigenschaften, die eher mit studioorientierten Designs als mit Lifestyle-Audio in Verbindung gebracht werden.
Interessant ist auch der Kontrast darin, wie verschiedene Quellen die Ambitionen der Grande Réserve einordnen. Einige betonen ihren Flaggschiff-Status und die Limitierung, andere heben den Versuch hervor, Größe mit Zurückhaltung zu vereinen. Zwischen den Zeilen gelesen richtet sich der Lautsprecher offenbar an Hörer, die Makrodynamik und tonales Gewicht schätzen, zugleich aber raumdominierende Gehäuse vermeiden möchten. In diesem Sinne besetzt er eine Nische zwischen klassischen großformatigen Drei-Wege-Systemen und modernen kompakten Referenzen und spricht jene Foren-Veteranen an, die Autorität wünschen, ohne auf flexible Aufstellung – oder häusliche Harmonie – zu verzichten.
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