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sensiBel hat den siliziumerprobten On-Chip-ESD-Schutz von Sofics lizenziert, um die Zuverlässigkeit seiner optischen MEMS-Mikrofone SBM100B vor der Serienproduktion zu stärken.
SBM100B kombiniert optisches MEMS-IP, eine Siliziumphotonik-Schaltung und einen digitalen ASIC in Standard-CMOS und setzt damit neue Maßstäbe für die Audioleistung von MEMS-Mikrofonen.
Das Mikrofon erreicht 80 dB SNR, einen akustischen Übersteuerungspunkt von 146 dB SPL und einen Dynamikumfang von 132 dB und übertrifft damit die Fähigkeiten herkömmlicher MEMS-Mikrofone.
Was bei diesem Lizenzschritt hervorsticht, ist nicht die Schlagzeilenleistung des optischen MEMS-Konzepts, sondern das weniger glamouröse Problem, das es stillschweigend löst. Optische Mikrofone verwischen die klaren Grenzen einer klassischen MEMS-Signalkette: Lasertreiber, Photodioden und kundenspezifische digitale Schnittstellen stehen neben Standard-CMOS-Logik, jeweils mit unterschiedlicher Toleranz gegenüber elektrischer Belastung. Aus Sicht von sensiBel liegt der Wert von Sofics in der Bereitschaft, sich von Foundry-Standard-GPIO-Rezepten zu lösen und ESD-Strukturen zu entwerfen, die mit empfindlichen photonischen Elementen koexistieren. Das ist wichtig, weil aggressive Schutznetzwerke parasitäre Kapazitäten oder Leckströme einbringen können und so Linearität und Phasenverhalten subtil verschlechtern – Probleme, die Audiophile oft lange vor einem Totalausfall wahrnehmen.
Interessant ist auch der Kontrast darin, wie die beiden Unternehmen die Leistung einordnen. sensiBel positioniert die optische MEMS-Architektur als generationsübergreifenden Sprung in der Aufnahmerealistik, der die mechanischen Kompromisse kapazitiver Membranen durch ein lichtbasiertes Ausleseverfahren ersetzt, das sich eher wie eine Referenz-Kondensatorkapsel verhält, skaliert auf Silizium. Sofics hingegen betont die Fertigbarkeit: Sein ESD-IP soll sicherstellen, dass ein derart exotischer Hybrid aus Laseroptik, MEMS-Mechanik und digitaler Logik automatisierte Montage, Versand und den realen Umgang übersteht. Anders gesagt: Die eine Erzählung handelt von klanglichem Anspruch, die andere davon, diesen Anspruch davor zu schützen, bereits vor dem Einsatz in einem Audioprodukt abgestumpft zu werden.
Für Systemdesigner wie auch für kritische Hörer deutet diese Zusammenarbeit eher auf Reife als auf bloße Neuheit hin. Optische MEMS-Mikrofone werden nicht länger als Labor-Kuriositäten dargestellt, die der Dominanz auf dem Datenblatt hinterherjagen, sondern als Komponenten, die für die Realitäten der Serienproduktion gehärtet werden, ohne ihren niedrigen Rauschpegel, ihre Headroom-Reserven oder ihre Transiententreue zu kompromittieren. In audiophilen Begriffen ist es der Unterschied zwischen einem atemberaubenden Prototypen und einem Gerät, das zuverlässig Studioqualität liefert, ohne verborgene Fragilität – ein wichtiger Schritt, wenn optische MEMS vom ingenieurtechnischen Kuriosum zu einem vertrauenswürdigen Frontend in ernsthaftem Audio-Equipment werden sollen.
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