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Smashing Pumpkins feiern das 35‑jährige Jubiläum ihres Debütalbums *Gish* von 1991 mit einer Single‑LP‑Vinyl‑Neuauflage, die am 29. Mai 2026 über UMR erscheint.
Ursprünglich von Butch Vig produziert, präsentierte *Gish* Billy Corgans markanten Gesang und Songwriting, wobei Jimmy Chamberlins Drumming zusätzliche Wucht verlieh und es von frühen Grunge‑Kollegen abhob.
Die 35th‑Anniversary‑Edition ist eine geradlinige Neuauflage mit der ursprünglichen Non‑Gatefold‑Verpackung von 1991, ohne Bonus‑Tracks, Demos oder Live‑Material.
Aus einer klangorientierten Perspektive war Gish schon immer ein interessanter Ausreißer im Alternative Rock der frühen 90er: weitgehend mit Live‑Gefühl aufgenommen, zugleich aber akribisch geschichtet, wobei Butch Vig straff gegatete Drums und dichte, mittenbetonte Gitarrenstapel gegenüber der lockereren Atmosphäre bevorzugte, die die Seattle‑Veröffentlichungen bald prägen sollte. Insbesondere Chamberlins Kit sitzt in einem komprimierten, aber druckvollen Bereich, mit schnellem Transienten‑Snap bei Tom‑Fills, der je nach Lack‑Schnitt und Wiedergabekette entweder mitreißend oder leicht eingeengt wirken kann. Frühere Pressungen variierten hier stark: Manche betonten eine obere Mitten‑Schärfe, andere glätteten den Attack auf Kosten der rhythmischen Dringlichkeit. Diese Variabilität ist der Grund, warum Sammler genau beobachten, ob diese Jubiläumspressung dynamischen Headroom bewahrt oder sich – selbst ohne formale Mastering‑Hinweise – an eine modernere, stärker nivellierte Ästhetik anlehnt.
Die Entscheidung, eng an der ursprünglichen Albumkonfiguration festzuhalten, lädt zudem zum Vergleich mit früheren Archivbehandlungen ein, die Gish eher als Übergangsdokument denn als in sich geschlossene Aussage einordneten. Ohne Extras rückt der Fokus darauf, wie das Album auf Vinyl tatsächlich fließt: die langen, hypnotischen Aufbauten von „Rhinoceros“ und „Snail“, die Art, wie die Tieftoninformationen zu den Innenrillen hin subtil zunehmen, und wie Corgans doppelt aufgenommene Vocals mit Vigs markanten Chorus‑ und Reverb‑Fahnen interagieren. Für Analog‑Hörer ist die zentrale Frage weniger die Sammelwürdigkeit als die Pressqualität – Konsistenz des Rauschpegels, Zentrierungsgenauigkeit und ob der Schnitt der dunstigen Psychedelik des Albums Raum zum Atmen lässt, ohne Details zu verschmieren. Wenn gut umgesetzt, hat diese Neuauflage das Potenzial, Gish als trügerisch anspruchsvolle Aufnahme zu bestätigen, die sorgfältige Systemabstimmung eher belohnt als bloße Nostalgie.
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* Queen veröffentlichen am 27.

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